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Mal wieder sitze ich zu lange am Schreibtisch, wie so oft in den letzten Wochen. Draußen scheint die Sonne und die lauten Stimmen der Stadt wehen hinein zu mir in die Wohnung. Es gib derzeit immer viel zu tun, dieses und jenes muss erledigt werden, die Antwort auf eine wichtige E-Mail duldet keinen Aufschub mehr, ein Text benötigt noch den finalen Feinschliff, zudem müssen Bilder für einen Artikel ausgewählt werden, aber bitte ASAP, und die lästige Steuererklärung wartet ganz unten im Stapel meiner Unterlagen auch noch auf mich.

Nach unserer Tour im Winter hat mich der Alltag unerwartet schnell wieder in Beschlag genommen. Erneut blieb kaum Zeit, um das Erlebte auch nur im Ansatz zu begreifen oder zu verarbeiten. Durch das unerwartet frühe Ende der Tour musste vieles neu organisiert und umgeplant werden.

Zurück an den Schreibtisch

Die Alltagskrake hatte mich schnell wieder mit ihren unzähligen Armen fest im Griff, hat man hinter eine Sache einen Haken gemacht, kommt stets von irgendwo her etwas Neues um die Ecke, das natürlich schnell und zur Zufriedenheit aller auf Erledigung wartet.

Und Termine gibt es nun auch wieder, es gilt nicht mehr nur unterwegs zu sein, und das zu tun, was einem am meisten Spaß bereitet. Willkommen zurück im Hamsterrad, es gibt so schnell kein Entrinnen.

Auf der Rückfahrt vom Nordkap vor zwei Jahren hatte ich mir eigentlich vorgenommen, mich nicht mehr so schnell stressen zu lassen, vor allem nicht von den Banalitäten des Alltags. Man kann es ja eh nicht ändern, wenn man im Stau steht oder die Schlange an der einzig offenen Kasse im Supermarkt am Freitagnachmittag schon zurück bis in die Abteilung mit den Backwaren reicht.

Was soll’s – ich lasse mich davon nicht mehr nerven, die lange Wanderung hat mir Demut gegenüber der Uhr gelehrt, Zeit und Raum sind doch bloß Maßeinheiten, die für mich im Alltag nicht mehr gelten.

 

 

So ein Quatsch! Genau das Gegenteil ist oftmals der Fall. Die Toleranzschwelle ist in diesen Momenten schneller überschritten, als es mir lieb ist. Und warum? Ja warum bloß?

Eine schwierige Frage, aber ich glaube es hat damit zu tun, dass ich in diesen Momenten immer das Gefühl habe, meine Zeit völlig unnütz zu verschwenden. Der Alltag und dessen Hindernisse, die ja nun mal einfach dazu gehören, wenn man in einer Stadt wohnt oder mit dem Auto unterwegs ist, kommen mir manchmal wie eine einzige sinnlose Zeitverschwendung vor.

Man könnte doch jetzt seine Zeit viel besser verbringen! Man könnte die Natur genießen, an einem gluckernden Bach sitzen und kühles Wasser trinken, mit den Füßen im klaren Bergsee stehen und flache Steine flitschen lassen oder den wunderbar kitschigen Sonnenuntergang vom Zelt aus beobachten.

Kleine Fluchten

Am Schreibtisch schweife ich immer wieder ab von dem, was ich gerade eigentlich dringend zu Ende bringen muss. Ich surfe im Internet, verliere mich in wunderbaren Videos, die von faszinierenden Touren und wunderbaren Reisen berichten. Am Ende bleibe ich bei einem meiner Lieblingsmusiker hängen, die einnehmende Stimme von Sivert Høyem erklingt aus den Lautsprechern und holt mich direkt ab.

Meine Facebook-Timeline quillt derweil über vor Fernweh erweckenden Bildern und schlauen Sprüchen, die davon künden, wie einfach es ist, alles hinter sich zu lassen und eine gute Zeit zu haben.

Ich frage mich, wenn es doch wirklich so einfach ist, warum posten die Leute hier die ganze Zeit solche Dinge, anstelle wirklich ihren Job zu kündigen, ihre sieben Sachen zu packen und einfach loszuziehen?

Vermutlich geht es ihnen ähnlich wie mir gerade, der Alltag hat sie fester im Griff, als man es manchmal wahrhaben möchte. Vielleicht hängen sie auf diese Weise so wie ich auch ihren Gedanken und ihrem Fernweh nach, suchen sich so auch ein Fenster im Alltag, um den eigenen Träumen wenigstens für einen kurzen Augenblick zu begegnen.

Ein Lagerfeuer hilft manchmal schon

Das Handy klingelt, eine Nachricht von den Jungs. „Treffen uns um 19 Uhr – wir fahren zum Grillplatz, bring Grillzeug und Bier mit!“. Ein unerwarteter Lichtblick, eine kurze Flucht vom Schreibtisch, einfach alles liegen lassen und los. Schnell ist alles beisammen und wir sitzen auf dem Fahrrad, fahren durch den Wald, der von den warmen Strahlen der Abendsonne durchflutet wird.

Ein Feuer an der Grillstelle ist rasch entfacht, es dauert etwas, bis die Glut soweit ist, dass wir unsere Würstchen auf den heißen Rost legen können. Die Gespräche kreisen um die morgen beginnende neue Arbeitswoche, um Termine und Dinge, die wichtig sind. Vermeintlich wichtig sind. Der erste Hunger ist gestillt und beim Bier dreht sich die Unterhaltung, sie wendet sich der Freizeit zu, die es ebenso minutiös zu planen gilt, wie man es auch auf der Arbeit mit dem aktuellen Projekt macht.

Immer auf der Jagd nach dem größtmöglichen Erfolg, dem höchsten persönlichen Profit, einem weiteren spektakulären Haken auf der unvermeidlichen eigenen Bucketlist: „Kennst du schon diese Tour? Die ist der Hammer, soundsoviele Kilometer, so krass gefährlich, ausgesetzt und so beeindruckend, davon erzähle ich noch meinen Enkeln!“

 

Ich ertappe mich dabei, wie ich wider besserem Wissen auch in diesen Kanon miteinstimme. Die Sonne geht unter, die Flammen lodern nun vor der hereinbrechenden Dunkelheit kräftig auf, die innere Stimmung wird nachdenklicher, Gedanken beginnen andere Wendungen zu nehmen.

Theorie und Praxis

Bei genauerer Betrachtung relativieren sich viele Dinge. Es geht doch eigentlich darum, seine innere Balance zu finden und nicht auch noch den Stress des Alltags mit auf Tour zu nehmen.

Muss ich in zwei Wochen Urlaub wirklich bis ans Ende der Welt reisen oder geht es nicht auch eine Nummer entspannter? Kann ich nicht einfach nur vor meinem Zelt sitzen und innehalten? Einfach nur den simplen Moment genießen?

 

 

Es wird Zeit nach Hause zu fahren, morgen geht es wieder los, der Alltag und die Arbeit warten ohne Aufschub auf uns. Auf dem Rückweg strömt uns die kühle Luft der Nacht entgegen, für einen kurzen Augenblick stellt sich tiefe Zufriedenheit ein.

Die Geräusche und Stimmen der Stadt lassen mich dann aber lange nicht einschlafen. Diese Lautstärke, die das Leben um einen herum mittlerweile oft annimmt, ist doch anstrengender als gedacht. Ständig wird die eigene Aufmerksamkeit von Dingen eingefordert, mit denen man eigentlich gar nichts zu tun hat oder zu tun haben möchte. Das stete Grundrauschen lässt kaum mehr Platz für Ruhe.

Where is my moon

In diesen Momenten träume ich mich weg in die Einsamkeit Lapplands. Dann bin ich ganz bei mir selbst, liege in meinem kleinen Zelt, um mich herum nur Stille und die einzige Unterhaltung am Abend sind die tanzende Nordlichter und funkelnde Sterne am Nachthimmel über meinem Lagerplatz. Ich glaube ich muss dringend wieder raus auf Tour!

Wie geht ihr mit Fernweh um? Ist euer Alltag manchmal auch viel zu Laut?

In Norwegen geht nichts ohne leckere Waffeln! Besonders nicht am 17. Mai, dem Nationalfeiertag Norwegens, an dem 1814 die Verfassung verabschiedet wurde.

Es gibt sie immer und überall, sie sind einfach nicht wegzudenken vom Speiseplan der Nordmenn.

Ganz egal ob man zur Tur ins Fjell aufbricht, beim Schulkonzert oder sogar im Fußball-Stadion – ohne das beliebte Gebäck geht es in Norwegen einfach nicht!

Hipphipphurra

Oft werden sie schon zum Frühstück frisch gebacken, auf keinem guten norwegischen Frühstücksbuffet dürfen sie fehlen.

Dann steht dort eine Schüssel mit frischem Teig und einem Waffeleisen bereit, in dem man sich seine Waffel selbst nach eigenem Gusto backen kann.

Dazu werden gerne leckere Marmelade, kräftiger Brunost oder frische Seter Rømme gereicht. Echte Alm-Butter darf natürlich auch nicht fehlen.

vafler i innset

Die besten Waffeln der Welt

Es gibt unendlich viele verschiedene Rezepte, die teilweise seit Generationen in den Familien weitergegeben werden. Jeder hat da einen besonderen Kniff, Trick oder gar eine geheime Zutat, die seine Waffeln ganz besonders lecker machen.

Aber abseits dieser Rezepte gelten die Waffeln der norwegischen Seemannskirchen als „verdens beste vafler“ – also als „beste Waffeln der Welt“.

Über 30 dieser Kirchen dienen seit über 150 Jahren Norwegern weltweit als Anlauf- und Treffpunkt, um dort ein Stückchen Norwegen im Ausland zu haben.

Man geht gemeinsam zum Gottesdienst, tauscht sich über die Neuheiten in der gemeinsamen Heimat aus, schaut gemeinsam norwegisches Fernsehen oder liest norwegische Zeitungen. Zusammen begeht man natürlich auch den 17. Mai. Und natürlich gibt es bei all diesen Treffen auch immer leckere Waffeln zu essen.

Die Rezepte der einzelnen Kirchen variieren je nach Land etwas, aber das Grundrezept ist immer gleich. Selbst Norwegens größte Molkerei empfiehlt das Rezept, auf deren Internetseite gibt es sogar einen praktischen Portionsrechner.

Jetzt aber viel Spaß beim Backen!

Rezept für 10 bis 15 Waffeln:

2 Eier
70 g Zucker
200 ml „kulturmjølk“ oder Dickmilch – als Ersatz kann man auch Buttermilch verwenden
150 ml Vollmilch
100 ml Wasser
350 g Weizenmehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Vanillezucker
½ Teelöffel Natron
½ Teelöffel Kardamom
125 g geschmolzene Butter

Schritt 1: Vermische Eier und Zucker

Schritt 2: Gib die übrigen Zutaten bis auf die Butter dazu und rühre alles um, bis du einen Teig ohne Klümpchen hast

Schritt 3: Gib die flüssige Butter dazu und lasse den Teig für 15 bis 30 Minuten im Kühlschrank gehen

Schritt 4: Gib den Teig in ein Waffeleisen und backe die Waffel goldgelb aus

vafler i skarvheimen

 

 

 

 

LiebsterAwardVon Jolly & Luke wurde ich zum Liebster Award nominiert. Bei dieser Nominierung bekommt man von einem anderen Blogger 11 Fragen gestellt, die man dann beantwortet und wiederum andere Blogs nominiert.

Eine feine Sache, denn so lernt man wunderbare und einem mitunter noch unbekannte Blogs kennen.

Gerne beantworte ich die mir gestellten Fragen und freue mich schon auf die Antworten von den drei Blogs, die ich nominiere 😉

Hier nun also die Fragen, die mir Jolly & Luke gestellt haben:

1. Was ist dein Lieblingsrezept?

Als Norwegen Fan mag ich natürlich auch die Küche dort gerne. Fisch mag ich besonders, da steht ein simples, aber überaus leckeres Rezept zum Beizen von Lachs bei mir ganz weit oben:

Zutaten für den Lachs (für 6-8 Personen):

1 frische Hälfte (ca. 1-1, 5 kg, mit Haut) Lachs

60 g Salz

80 g Zucker

3 Bund Dill

1 EL Schwarzer Pfeffer

1 Bio – Orange

Zutaten für die Honig-Senf-Soße:

2 EL Honig

2 EL süßer, brauner Senf

1 TL Dijon-Senf

½ Bund Dill

Einfach das Lachsfilet von den Gräten befreien und dann mit der Hautseite nach unten in eine passende Schale legen. Den Pfeffer am besten im Mörser zerstoßen und mit dem Salz sowie dem Zucker gut vermischen und auf der Oberseite des Filets verteilen. Anschließend den Dill hacken und zusammen mit dem Abrieb der Orange das gewürzte Filet damit belegen.

Dann den Lachs mit einer Frischhaltefolie abdecken und alles gut beschweren. Dazu eignet sich beispielsweise ein Küchenbrett gut, dass die Lachshälfte komplett abdeckt. Auf das Brett dann einfach Gewichte wie Marmeladengläser oder Konservendosen stellen, so können durch den Druck die Gewürze optimal einziehen und den Lachs beizen. Den Lachs in der Schale mit den Gewichten beschwert für ungefähr 48 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Für die Soße einfach den Honig mit dem Senf vermischen und den fein geschnittenen Dill hinzufügen, fertig.

Vor dem Servieren des gebeizten Lachsfilets die Folie und die Schicht mit den Gewürzen, dem Dill und den Orangenscheiben entfernen. Den Lachs in dünne Scheiben aufschneiden und dazu die Soße reichen. Ein einfaches Rezept, aber sehr lecker!

2. Was ist bisher dein größtes Abenteuer?

Ich würde sagen, meinen Job zu kündigen um zu Fuß durch Norwegen zu laufen. Ohne vorher schon einen neue Arbeitsstelle in Aussicht zu haben, war dies mit Sicherheit ein ziemlich großes Abenteuer für mich. Aber der Schritt in die Ungewissheit hat sich auf jeden Fall gelohnt und quasi mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt.

3. Was war deine interessanteste Begegnung auf Reisen?

Eine Begegnung herauszupicken ist ziemlich schwierig. Zu viele Tolle Menschen habe ich unterwegs schon getroffen. Eine ganz spezielle Begegnung auf meiner Norge på langs Wanderung 2013 war aber mit Sicherheit die mit Trond Strømdahl auf dem Weg ins Børgefjell. Durch dieses kurze Treffen wurde mir klar, was wirklich wichtig ist, wenn man draußen unterwegs ist, nämlich Spaß zu haben! Und das ohne Leistungsdruck, denn der Weg ist das eigentliche Ziel.

4. Welchen Blogartikel (von anderen Bloggern) hast du als letztes geteilt?

Nach der coolen Reisenacht auf Twitter #RN8 zum Thema „Norwegen“ gab es bei www.geh-mal-reisen.de eine klasse Zusammenfassung der Tipps, Tricks und Informationen die zu diesem Thema dabei auf Twitter gepostet wurden. Ein toller Artikel!

5. Was inspiriert dich?

Alles Mögliche! Ich versuche mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und alles aufzusaugen, was mich interessiert. Egal ob Bücher, Filme, Reiseberichte oder andere Blogs. Wenn mit etwas gefällt, versuche ich dann mehr darüber herauszufinden.

6. Welche Hobbys hast du neben dem Reisen und Bloggen?

Spontan fällt mir da direkt der Fußball ein. Ganz egal ob als Fan von Schwatzgelb im Stadion auf der Südtribüne, vor dem Fernseher oder Radio und manchmal auch selbst auf dem Bolzplatz, ich bin einfach ein ziemlich großer Fußballfan. Mein BVB Trikot ist immer mit im Rucksack 😉

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7. Welche Sprachen sprichst du?

Neben der Sprache meiner Heimat spreche ich ganz passabel Englisch und auch ein paar Brocken Norwegisch. Allerdings möchte ich das gerne ausbauen und hab mich dazu in der örtlichen Volkshochschule zu einem Kurs angemeldet. Jetzt heißt es fleißig lernen und dann am besten reichlich Praxis vor Ort in Norwegen sammeln.

8. Wie sieht deine Fotoausrüstung auf Reisen aus?

Auf Reisen habe ich zumeist meine NIKON D5100 DSLR dabei. Der Body ist kompakt und scheint überaus robust zu sein, immerhin hat die Kamera schon monatelange Touren bisher unbeschadet überstanden. Zudem mag ich es sehr, mit dem Smartphone Photos zu machen und diese dann bei Instagram zu teilen oder um sie für meinen Blog zu nutzen.

9. Was ist dein bestes Mittel gegen Fernweh?

Einfach rausgehen und etwas erleben! Na klar, auch Bücher oder tolle Filme und Dokumentationen können das Fernweh etwas lindern, aber im Grunde hilft es eigentlich nur, selbst wieder aufzubrechen. Ganz egal ob man eine Runde im Sauerland dreht und die tollen Aussichten genießt oder sich bei White-out durch den Schnee kämpft – es hilft nur selbst loszuziehen um etwas zu erleben!

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10. Was gehört für dich zu einer guten Reisegeschichte dazu?

Neben der spanenden Natur und körperlichen Herausforderungen mag ich vor allem Begegnungen mit Leuten, die ich unterwegs treffe. Einfach irgendwo sitzen und bei einem Kaffee eine Runde quatschen. Es ist unglaublich, was die Leute teilweise für spannende Geschichten zu erzählen haben. Nicht von spektakulären Expeditionen, sondern die ganz normalen Dinge, die das Leben manchmal so schreibt. Das gehört für mich zu einer guten Reisegeschichte einfach dazu.

11. Was nervt dich auf Reisen?

Leerlauf und lange Bus- oder Zugfahrten können ganz schön nervig sein. Auch Wartezeiten im Nirgendwo gehen mir gelegentlich ganz schön auf den Keks. Wenn man fünf Stunden in der verlassenen Wartehalle herumhängt, kann das bei mir schnell zu Frust führen.

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Die Liebster Award Regeln:
Bedanke dich bei dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke seinen Blog in deinem Beitrag.
Zeige in deinem Artikel, dass du am “Liebster Award” teilnimmst und erwähne die Regeln.
Beantworte die dir gestellten Fragen.
Denke dir selbst 11 Fragen aus.
Informiere die von dir nominierten Blogger darüber, dass du sie nominiert hast und bitte sie, deine Fragen zu beantworten.

Um den “Liebster Award” weiter fortzusetzen und euch spannende neue Blogs zu zeigen, möchte ich gerne Franzi von Coconut Sports sowie Olaf von Way-Up-North und Geertje von der Nordicfamily nominieren. Ich freue mich schon auf die Antworten!

Meine 11 Fragen lauten…

01. Was begeistert dich am meisten daran, auf Reisen zu sein?
02. Wie wirkt sich bei dir das Fernweh auf den Alltag aus?
03. Planst du deine Reisen vorher akribisch oder lässt du dich eher treiben?
04. Was gab den Ausschlag, über deine Reisen einen Blog zu führen?
05. Was war dein schrägstes Übernachtungserlebnis auf Reisen?
06. Schaust du gerne über den Tellerrand hinaus oder bist du festgelegt auf eine Art des Reisens?
07. Hast du eine Reise auch schon einmal abgebrochen?
08. Was ist dein ständiger Begleiter auf Reisen?
09. Was vermisst du auf langen Reisen besonders?
10. Welches ist das am meisten unterschätzte Reiseziel?
11. Und was kannst du direkt bei dir vor der Haustür als Ziel empfehlen?

Das macht dein Leben reicher als alles Geld, dass du jemals verdienen kannst! Genau vor einem Jahr war es, als mir Bente, eine Freundin, diesen Satz schrieb. Denn heute auf den Tag genau vor einem Jahr habe ich tatsächlich das Nordkap erreicht! Zu Fuß nach einer Wanderung durch ganz Norwegen. Verrückt!

Unendlich viele Kilometer voller Zweifel, Mühen und Widrigkeiten aber noch mehr toller Begegnungen, Erlebnissen und unfassbarer Natur in all ihren wunderbaren Facetten lagen in diesem Moment hinter mir. Voller Stolz stand ich am Nordkap, unfähig einzuordnen und zu glauben, was ich da geschafft habe!

Endlich am Ziel?!?
Endlich am Ziel?!? ©Matthias Friedrich

Genau so geht es mir bis heute. Immer noch kann ich es kaum fassen, habe es bis dato noch nicht im Ansatz verarbeitet. Es vergeht kein Tag, kaum eine Stunde an dem ich nicht an die Tour denke. An die Momente, Gefühle und Empfindungen die mich während der Wanderung begleitet haben.

Im Supermarkt stehe ich vor einem Regal voll mit Ritter Sport Tafeln und ich kann mich beinahe sofort an jeden einzelnen Moment erinnern, an denen ich unzählige von ihnen verputzt habe. Ein Lächeln huscht dann über mein Gesicht!

Bei fast jedem Bild, das ich vom Fjell in Norwegen sehe, egal wo, kann ich oft direkt wie aus der Pistole geschossen sagen, wo das Bild aufgenommen wurde, unweigerlich bekomme ich dann sofort eine Gänsehaut!

Vor einigen Tage brachte mir meine liebe Kollegin Antje einen kleinen Kvikk Lunsj Schoko-Riegel aus Norwegen mit, ich habe den Riegel hin und her gedreht, habe mit kindlicher Freude vorsichtig darüber gestrichen und war wieder mitten drin auf meiner Tour in Norwegen!

Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Riegel gegessen habe – bei jedem kleine Bissen hat er nach Norwegen, Freiheit und Fernweh geschmeckt! Es lässt mich einfach nicht los, ich bin immer noch unterwegs!

Hat mich diese Reise wirklich reicher gemacht?

Auf diese Frage kann ich nur aus voller Überzeugung entgegnen: JA! Das hat sie! Und wie!

Diesen Traum zu leben und in die Tat umzusetzen hat mein Leben nicht nur reicher gemacht, es hat alles verändert.

Und ich denke da nicht unbedingt an die schönen Zeitungsartikel oder coolen Berichte, die bislang über meine Tour erschienen sind oder an die vielen neuen Begegnungen und spannenden Kontakte zu so vielen tollen Menschen, die ich seitdem kennenlernen durfte.

Dafür bin ich unendlich dankbar, auch für all die neuen Möglichkeiten und die offenen Türen, die sich dadurch ergeben haben! Das alles ist die Kirsche auf der Schlagsahne der Traum-Torte!

Schutzengel
Danke Bente für den Schutzengel – es ist alles genau so eingetroffen: Mögest du das Ziel deiner Reise nicht aus den Augen verlieren und mögest du gesund und froh von deiner Reise zurückkehren!

Aber das, was die Tour wirklich so besonders wertvoll für mich gemacht hat, ist nicht in irgendeiner materiellen Form aufzuwiegen! Es ist die Tatsache, dass sie mich um einige ganz wichtige Erfahrungen reicher gemacht hat, allen voran, dass man seine Träume wirklich leben kann!

Träume leben ist so abgedroschen und wurde schon so oft in allermöglichen Zusammenhängen benutzt, aber es stimmt einfach: Es muss und darf einfach nicht immer nur beim Träumen bleiben!

Egal wann, es ist nie zu spät und ganz besonders auch nie früh genug dazu, seine Träume zu leben! Die Erfahrung, dass man das schaffen kann, wenn man nur will und daran glaubt, war mir in dieser Form vorher nicht so bewusst!

Frust
Auch Frust gehört dazu!

Das Gefühl, sich für seinen Traum durchzubeißen, sich zu quälen um am Ende zum Ziel zu gelangen, ist schlicht unbezahlbar. Das man sich auf sich selbst immer zu hundert Prozent verlassen kann ist einfach mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen.

Und ganz besonders toll ist die Erfahrung, dass man sich nicht einfach in das nächste Fachgeschäft für „Träume leben“ stellen kann, mit einem Bündel Geld oder der Kreditkarte wedelt und sich das alles auf dem Silbertablett präsentiert kaufen kann. Es geht nicht, es gibt diese Möglichkeit für kein Geld der Welt zu kaufen. Nirgends und wenn doch, dann nur scheinbar!

Es gibt kein Super-Sonder-Angebots-Geschäft für Träume und auch keine ultimative Anleitung zum Glücklich sein, empfohlen von glücklichen Träumern! Das muss man selbst spüren und erfahren, jeder Traumist anders!

Manchmal dauert es etwas länger, bis man zu Erkenntnissen dieser Art gelangt. Aber dies sind meine ganz persönlichen Schlüsse, die mein Leben nun aber um so viel mehr reicher machen!

Herbst
Mehr benötigt man manchmal gar nicht!

Jedem, mit dem ich darüber gesprochen habe, jedem der mir geschrieben hat oder sich bei mir in irgendeiner Form gemeldet hat, dem habe ich dasselbe gesagt und dazu ermutigt: Geh raus, trau dich, mach es, habe den Mut! Wenn du einen Traum hast, versuche ihn zu leben! Warte nicht zu lange darauf, dass der Traum zu dir kommt, dich aus deinem Trott herausholt!

Vielleicht ist es irgendwann zu spät, dein Traum kann vielleicht dein ganzes Leben ändern, und diese Möglichkeit sollte keiner einfach so verstreichen lassen. Und wenn er nicht dein Leben verändert, du wirst dennoch um so viele Erfahrungen reicher werden! Und die werden dich für immer beeinflussen!

Ganz sicher wird es auch negative Erfahrungen und Frust geben, aber ganz sicher werden am Ende auch die positiven Erfahrungen um ein Vielfaches überwiegen! Es wird sich auf alle Fälle lohnen, dafür zu kämpfen und deine Träume zu leben – dein Leben wird dadurch tatsächlich um so viel mehr reicher werden!

Vielen, vielen Dank an alle die mich vor, während und nach der Wanderung unterstützt und motiviert haben! Vielen Dank an alle, die an mich und meinen Traum geglaubt haben, ich bin euch allen unendlich dankbar!

Wandern in Norwegen macht bekanntlich riesig viel Spaß, aber was gilt es zu beachten? Wie plane ich meine Tour richtig? Oft erreichen mich Nachrichten zu diesem Thema.

Einige generelle Dinge habe ich daher mal zusammengefasst. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer man sich teilweise tut, an die entsprechenden Infos zu gelangen. Oft gibt es Internetseiten, die man per Zufall entdeckt und einem die Planung sehr erleichtern.

Wenn man sie aber nicht kennt und sich einen Wolf googelt, kann das schnell nervig sein. Mit Grausen denke ich daran, wie ich meine erste Wandertour in Norwegen geplant habe. Ziemlich verunsichert und mit vielen Fragen stand ich da, zum Glück gibt es das Internetforum outdoorseiten.net, das mir damals wie heute viele Informationen bietet.

Falls ich dort nicht genug Informationen bekomme, dann melde ich mich einfach an und stelle meine Frage. Mit Sicherheit gibt es dort jemanden, der einem gerne weiterhilft oder einem sagt, wo man die entsprechende Information bekommt. Vom Polarabenteurer über Trekkingprofis bis hin zu fundierten Norwegen-Kennern findet ihr dort alle möglichen Leute, die oft und gerne draußen unterwegs sind 😉

Alle Links und Informationen zum Thema Wandern in Norwegen, die mir bekannt sind, findet ihr ab sofort hier. Sofern ich etwas Neues herausfinde oder erfahre, werde ich die Seite aktualisieren. Falls ihr weitere Fragen oder Tipps habt, sagt mir einfach Bescheid, ich werde sie gerne versuchen zu beantworten und Tipps gerne ergänzen! God tur!win_bild11

 

Nicht viel los gerade hier im Blog. Leider. Zelten war ich das letzte Mal auf der Outdoor – Messe in Friedrichshafen und das Draußensein beschränkt sich derzeit auf die abendliche Joggingrunde oder den Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit. Der Schreibtisch ist derzeit mein Fenster nach draußen.

Vor ein paar Tagen laß ich dabei einen Tweet von Johanna. Sie war auf einer großen Reise in Grönland und bekam zu Hause scheinbar so richtig Fernweh. Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Und es will irgendwie nicht weggehen, dieses Fernweh.

Es ist wie das Gefühl, verliebt zu sein. Man hat sich so richtig in das unterwegs sein und die Ferne verliebt. Man sitzt zu Hause im Alltag und kann nur daran denken, wie es jetzt wäre, wieder unterwegs zu sein.

Oft werde ich mit Fragen zur Tour gelöchert, lese über meine Wanderung oder Berichte darüber. Jedes Mal werde ich dabei wieder in der Zeit zurück geschickt. Finde mich wieder, in Jotunheimen, Sylan, auf dem Kungsleden, in Alta oder am Nordkap.

Mit jedem Foto kommen die dazugehörigen Empfindungen sofort wieder hoch. Mit jedem Foto in Reiseberichten, auf facebook oder in Zeitschriften, egal ob von mir oder anderen, übermannt mich das Gefühl, wie es dort war. Echt krass. Und in 140 Tagen auf Wanderung gab es ziemlich viele Gefühle und Erlebnisse, die mir nachhaltig in Erinnerung sind.

kjoslo

Derzeit sitze ich viel am Schreibtisch. Auf der Arbeit, zu Hause. Schreibe E-Mails, plane neue Abenteuer und versuche das große vergangene Abenteuer in irgendeiner Form auch nur ansatzweise zu verarbeiten. Versuche ständig, das Unterwegssein in Gedanken zu verdrängen. Aber überall werde ich daran erinnert. Es bleibt kaum Zeit, die 140 Tage im letzten Jahr so richtig zu begreifen. Zu viel ist seit der Rückkehr passiert.

Als ich im letzten Jahr in Padjelanta unterwegs war, traf ich einen jungen Deutschen, der mich fragte: „Wie willst du all die Eindrücke und Erlebnisse überhaupt verarbeiten? Ich bin jetzt drei Wochen unterwegs und bekomme das kaum hin!“ Nach kurzem Nachdenken antwortete ich, dass ich ehrlicherweise keine Ahnung habe. Wirklich nicht.

Und genau so ist es bis heute. Es fällt mir schwer, die Tour richtig zu verarbeiten, einzuordnen. Es ist das Gefühl, verliebt zu sein. Man denkt jeden Augenblick an das Land, die Gegend die man so sehr mag und das Gefühl, wie es jetzt wäre, dort unterwegs zu sein. Man weiß, was, wie, wann und wo passiert ist. Man verbindet bestimmte Musik mit bestimmten Momenten. Dieser unfassbare Sonnenaufgang kurz vor Alta und dazu Eddie Vedders Musik im Ohr!

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Ich weiß noch ganz genau wie es war. Es war schweinekalt, meine Schuhe standen gefroren im Vorzelt, ich aß mit Genuss das ungeliebte Müsli. Ich hatte am Abend vorher richtig tolle Nordlichter gesehen und hatte es bis kurz vor Alta geschafft. Mir kamen einfach nur die Tränen, so toll war der Augenblick. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut beim Gedanken daran. Man ist einfach nur richtig verliebt in das hier und jetzt. Denkt nicht an Morgen und auch nicht an Gestern.NPL 2013 Karte 09 068

Sehe ich jetzt im Supermarkt eine Dose mit Ananasscheiben, weiß ich jedes Mal sofort, wo ich wie viele davon gegessen habe und wie es geschmeckt hat. Wie toll das Gefühl war, nach einem zehn Stunden Wandertag die letzte Dose Ananas in einer DNT Hütte zu entdecken. Aber es ist so schwer, dieses Gefühl in den Alltag zu retten. Die Ananasscheiben werden hier nie so gut schmecken, wie damals in der Sonne auf der Terrasse vor der DNT Hütte.

Man ist dann wieder zu Hause, schreibt etwas, versucht sich wieder in den Alltag einzufinden und schweift doch immer wieder in den Gedanken ab. Man vermisst das neu entdeckte dort draußen so sehr. Und schon kommt in einem wieder das ziemlich bekannte Gefühl hervor, dieses Gefühl. Verliebtsein. Das zu entdecken und zu finden, was einem so viel bedeutet. Das so gut zu einem passt. Das einen so sehr glücklich macht. Zu entdecken, dass es das nach langer Suche wirklich gibt.

Und dann sitzt man wieder am Schreibtisch, die Reise ist vorbei, man weiß, wie schön es dort war und jetzt gerade ist. Man weiß, dass es dort draußen etwas gibt, was einem so richtig viel bedeutet und das einfach perfekt ist. Man vermisst es, dort zu sein. Man will sofort wieder zurück und es wieder erleben. Man ist einfach verliebt. Man hat einfach unheilbares #Fernweh.

Und sehr oft denke ich dann an das Video von Martin, der in der Ferslia Hütte seine Norge på langs Reise unterbrechen musste und dort dann abends zur Gitarre griff…

 

Vor kurzem fragten mich die Jungs und Mädels von Hanwag, ob ich nicht bei den 24 Stunden von Bayern mitlaufen möchte? Wieso eigentlich nicht, dachte ich mir, um mich kurz darauf mal im Internet schlau zu machen, worum genau es sich bei diesem Lauf handelt und wo er in diesem Jahr stattfindet. Ich hatte schon von dem Lauf gehört und mich vor langer Zeit mal lose damit beschäftigt, es aber nicht weiterverfolgt.

Ist mir eigentlich viel zu lang, aber auch eigentlich ziemlich cool. Ohne Leistungsdruck oder Wettkampf versucht man, in den 24 Stunden so weit zu kommen, wie man es schafft. Alle paar Kilometer gibt es Versorgungsstationen und es wird einem die Region näher gebracht, durch die man wandert. Sei es mit regionalen Spezialitäten oder lokalen Bräuchen.

Der Plan

Nun also mal kurz nachgedacht und mir die Strecke und den Austragungsort angesehen. Die Kombination aus Tages- und Nachtstrecke sollte ich eigentlich schaffen, 70km und rund 2000 Höhenmeter in insgesamt 24 Stunden zu wandern konnte ich mir durchaus vorstellen. Allerdings gab es nicht mehr viel Zeit und so musste das Training für den Lauf ausfallen. Alles eigentlich wie immer. Einfach mal loslaufen und sehen was passiert, so mein Plan. Besser nicht darüber nachdenken, wie lang das ist und was mich erwartet.

Die Begleiter

So fand ich mich am Samstag also um 8:00 Uhr morgens mit rund 500 anderen Startern im Museumsdorf Bayrischer Wald wieder und war gespannt, was mich erwarten würde. Schnell das Startprozedere, lokale Honoratioren und die Milchkönigin wünschten einen guten Lauf, und dann ging es los. Ich hielt mich mal lieber ganz am Ende auf, der Pulk war mit etwas ungeheuer. Dann ging die Prozession los. Ich schließe mich einigen Leuten von Hanwag an und laufe los.

Am Start

Das Wetter war wider Erwarten doch ziemlich gut und selbst am Morgen war es rasch schon ziemlich warm. Super, genau mein Wetter, das kann ja was geben. Langsam entzerrt sich der Pulk auf dem Weg nach Tittling.

Bald schon kommt die erste Station oberhalb von Tittling an einem Aussichtspunkt. Schöne Aussicht hier und wir sind alle guten Mutes. Nur sieht man schon hier, dass heute der Schweiß in Strömen fließen wird.

Es geht weiter und wir halten uns eher weiter hinten im Feld auf. Es läuft sich echt gut und ab und an gibt es nette Stationen, die uns mit Speisen, Getränken oder Interessantem am Wegesrand versorgen. Nachdem ich meine Füße an der Station Kalteneck im Bach abgekühlt habe, folgen wir der Ilz und bekommen eine leichte Abkühlung in Form einer kühlen Brise.

Fast an jeder Station trinke ich einen halben Liter, das ist echt nicht mein Wetter. Einigen anderen sieht man es auch etwas an. Insbesondere am kleinen Anstieg hoch zur Mittagspause auf der Burg Fürsteneck beobachte ich eine Frau, der es nicht so sehr gut geht. Als wir dann in der Schlange für das Mittagsessen anstehen, bekommen wir die volle Ladung Sonne ab. Immerhin viel besser als strömender Regen.

Zum Mittagessen gibt es Schupfnudeln mit Sauerkraut und dazu ein Weizenbier. Lecker und echt gut zubereitet von der Bundeswehr, die hier hinter den Töpfen steht. Allerdings hat das Mittagessen einen leichten Einfluss auf die weitere Wanderung, wie ich später erst feststellen sollte. Irgendwie denke ich nach einen guten Stück weiteren Weges, dass irgendetwas komisch ist. Hab ich etwas Falsches gegessen? Fühlt sich nicht gut an.

Irgendwann dämmert mir, das Weizenbier und Sauerkraut zusammen eine eher unglückliche Wahl für ein Mittagessen auf einer 24 Stunden Wanderung sind. Und das nicht nur ich unter zusätzlichem Vortrieb leide, höre ich erst nach und nach. Nachts am Lagerfeuer beklagt jedenfalls ein junges Mädel genau das, wie ich zufällig mithöre.

Man wandert so vor sich hin, es gibt unterwegs allerhand zu bestaunen und zu probieren. Unter anderem gibt es Honig zu probieren oder ein Säumerzug wird nachgestellt. Auch die Milchkönigin wartet unterwegs auf uns. Voller Vorfreude auf eine frische Buttermilch gehen wir zum Versorgungsstand an einem Bauernhof. Allerdings sind wir etwas enttäuscht. Statt frischer Milch oder frischen Milchprodukten gibt es leider nur Joghurt-Drinks und Kalter-Kaffee-mit-Milch-Drinks aus der kleinen Supermarkt-Plastikflasche. Schmeckt zum einen nicht gut und zum anderen hätte ich da mehr erwartet.

Die Säumer

Aber egal, sei es drum, es geht weiter und irgendwann erreichen wir Ellersdorf, wo es Kaffee und Kuchen gibt. Es ist mittlerweile schon ziemlich warm, aber ich bin immer noch guter Dinge. Wir liegen etwas hinter der Zeit, aber dass hier ist ja auch kein Wettkampf. So kühlen wir auch ein weiteres Mal unsere Füße im Bach. Sehr gut.

verdiente Pause

Der Rest der Tagesstrecke geht dann irgendwann auch zu Ende und gegen 19:00 Uhr sind wir zurück am Museumsdorf. Hier gibt es eine längere Pause und etwas zu Essen. Auch ein Weizenbier gibt es, alkoholfrei. Nett zu sehen, wie sich hier alle versammeln und die Wunden lecken. An jeder Ecke wird gehumpelt, verarztet und sich Mut zugesprochen. Also weiter, es ist noch lange nicht vorbei.

Der Himmel ist mittlerweile bewölkt und kurz nachdem wir das Museumsdorf verlassen haben, fallen die ersten Tropfen. Super, immer noch ziemlich warm laufen wir jetzt in der Regenjacke. Schön so eine Schwitz-Tüte, besonders wenn es bergauf hoch zum Schloss Fürstenstein geht. Dort erwartet uns ein Mittelalter-Fest, was aber nicht zum offiziellen Teil gehört. Die Metal-Musik aus dem Schlosshof würde auch nicht so gut zur Wanderung passen.

Am Himmel sorgt dann aber Blitz und Donner für ein etwas mulmiges Gefühl. Keiner hat Lust, bei Gewitter und Wind nachts im Wald zu sein. Und so füllt sich die Bushaltestelle für den Besenwagen schon beachtlich. Wir wollen es probieren, setzen die Stirnlampen auf und laufen weiter, ab in die Dunkelheit und die Nacht. Glühwürmchen schwirren durch den lichten Wald.

Auf dem Weg zum Keltenlager hat sich noch Robin Hood im Wald versteckt und man kann sich hier darin üben, mit Pfeil und Bogen zu schießen. Über Stock und Stein gelangen wir dann zum Keltenlager, wo es unter anderem Stockbrot und Getränke gibt. Hier stößt Peter wieder zu uns, wir machen ein paar Fotos und laufen dann,weiter.

Am Garten der Sinne gibt es wieder eine große Raststation, man kann sich hier massieren lassen und neue Kräfte sammeln. Der See ist illuminiert und viele bunte Lichter zaubern eine tolle Atmosphäre in die Nacht. Nach einem kleinen Snack und Fuß-Check geht’s weiter in die Nacht – Pullman City is calling!

Langsam laufe ich auf Autopilot – Stirnlampen tanzen um mich herum durch die Nacht, die Gespräche werden weniger, die Grüße leiser und man konzentriert sich darauf, weiter zu kommen. Es zieht sich sehr, bis wir endlich die Lichter der Westernstadt gegen Mitternacht sehen. Bis wir da sind, dauert es noch ein Weile. Das Ganze erscheint mir reichlich surreal. Eine komplette Westernstadt mitsamt einer eindrucksvollen Main-Street gibt es hier. Man läuft hindurch und überall sind feiernde Menschen, die aus den Saloon auf die Straße treten um frische Luft zu schnappen oder sich zu unterhalten.Wir gucken komisch aus der Wäsche – die Besucher aber auch. Die wissen so gar nichts mit uns anzufangen. Eine kleine Gruppe kommt auf uns zu, fragt was wir hier so machen. Wir versuchen es zu erklären, aber irgendwie glaube ich, hat man uns nicht so ganz verstanden. Da hatte wohl jemand einen großes Nugget Gold gefunden und das zu ausführlich gefeiert 😉

Am Ende der Main-Street geht es dann in eine Halle, wo für uns Wanderer eine leckere Suppe und ein Getränk warten. Zur Unterhaltung gibt es Country-Music und eine kleine Show-Einlage eines Pferdeflüsterers, beides live und ziemlich gut. Wir stärken uns und ich mach den Fehler, mir mal ganz kurz meine Füße anzugucken. Aus psychologischer Sicht war das ein riesiger Fehler, die beiden großen Blasen an der Ferse setzen sich im Kopf fest und rütteln kräftig am Durchhaltewillen.

Eldorado in der Nacht

Aber was soll’s – die Hälfte der Nachtstrecke ist geschafft, also hauen wir uns noch einen Schokoriegel rein und laufen bei Nieselregen weiter. Weiter, immer weiter. Es nagt und ich frage mich öfters mal, ob ich noch weiter laufen soll, was ich hier so mache. Es nagt – ein großer Fan von Nachtwanderungen werde ich nicht mehr. Jedenfalls in diesem Moment.

In Fälsching an der Bushaltestelle werde ich fast schwach, aber ein ziemlich deutliches „Aufhören – no way!“ von Peter ermahnt mich zum weitermachen. Kurz darauf gibt es am Versorgungsstand frisch gepressten Apfelsaft. Nach dem Sauerkraut-Fiasko spare ich mir den aber.

Jetzt kommt eine harte Nuss, es geht so circa zweihundert Höhenmeter langsam und stetig den Berg hoch. Oben gibt es einen Aussichtspunkt, ich habe allerdings keinen Blick mehr dafür. Die Versorgung mit Getränken hier oben ist leider auch aus, mein unbekannter Nebenmann sieht ziemlich enttäuscht aus, als ihm klar wird, dass hier kein Wasser mehr auf ihn wartet. Spaß am Wandern sieht in diesem Moment ziemlich verzweifelt aus. Wir stolpern weiter durch die Nacht, es geht abwärts. Ein Versorgungsauto fragt uns, wie es uns geht. Blendend natürlich, wie denn auch sonst? Wir laufen weiter und Schloss Fürstenstein erhebt sich schön angestrahlt vor uns. Erste zaghafte Zeichen der Morgendämmerung zeigen sich, als wir durch das schlafende Dorf laufen. Ich will einfach nur noch ankommen und ins Bett.

Am Versorgungspunkt, an dem man, wenn man schneller und sportlicher ist als wir, noch zur 10km langen Mondschein-Extrarunde abbiegen kann, gibt es etwas zu trinken. Liegestühle laden zum Ausruhen ein, aber wenn ich mich da jetzt rein setze, dann komme ich nicht wieder hoch. Also weiter auf die letzten 5km. Endspurt. Wieder geht es in den Wald, eine Station mit Kunstwerken lasse ich links liegen. Autopilot. Die ersten Vögel beginnen zu zwitschern, oder zu twittern, und der Endgegner für heute kommt in Sicht. Kurz verlaufen wir uns, aber nette Mitwanderer bringen uns zurück auf den richtigen Weg. Es geht ein letztes Mal bergan zur Engelburg.

Ich bekomme etwas mentalen Aufwind. Bis auf die maladen Füße geht es mir ja auch gar nicht schlecht, nichts anderes tut weh und die Müdigkeit geht noch. Also geht es jetzt ab in den Tunnel. Ich lasse die anderen stehen,und laufe fast den Berg hinunter. Die Trommel-Station kann mich nicht mehr locken und ich gebe tüchtig Gas. Ein paar Leute gucken ziemlich sparsam aus der Wäsche, als ich sehr zügig und in großen Schritten an ihnen vorbei eile.

Kurz vor dem letzten Kilometerschild überhole ich zwei Mädels. Ich bin gerade vorbei als ich meinen Namen höre. Jetzt höre ich auch schon Stimmen. Aber nein, ich bin noch bei Sinnen. Die beiden haben von mir und meiner Tour gehört, bei Hanwag und beim Globetrotter-Stand lagen Zeitungen mit Beiträgen über meine NPL Wanderung aus.

Wir unterhalten uns nett und ich komme mir etwas vor, wie wenn man nach einer durchzechten Nacht im Morgengrauen nach Hause torkelt. Langsam geht es dem Ende entgegen, das Museumsdorf kommt wieder in Sicht.

Somit auch das Ziel und das Bett. Sauber, das ist auch nötig. Wir laufen durch das Museumsdorf gen Ziel. Ich beschließe das Ziel Ziel sein zu lassen und auch das Frühstück kann mich nicht mehr locken. Ich verabschiede mich kurz und gehe direkt ins Hotel. Ziehe die verschwitzten und dreckigen Sachen aus, quäle mich unter die Dusche und dann direkt ins Bett.

Geschafft, kaputt und stolz!

Was für eine Tour. Ich bin nie zuvor so lange gewandert und habe echt nicht gedacht, wie anstrengend das wird. Gott sei Dank wusste ich erst kurz vorher, dass ich überhaupt mitlaufe. Keine Zeit zu lange darüber nachzudenken. Ich ziehe meinen Hut vor allen, die sich an den Start gestellt haben und sich der Aufgabe gestellt haben. Voller Respekt und volle Anerkennung meinerseits an alle. Schön all die Leute zutreffen, die diese Wanderung erst zu dem machen, was sie ist! Ein tolles Geeinschafts-Gefühl, das Erlebte mit all diesen Leuten zu teilen und sich gegenseitig zu motivieren!

Ob ich das noch mal mache? Niemals, dachte ich nachts, auf gar keinen Fall dachte ich morgens, gestern Abend dachte ich, war ganz cool und heute würde ich mich eigentlich sofort wieder an den Start stellen. Danke Peter für die Worte, die mich unterwegs immer motiviert haben: „Schmerz geht, Stolz bleibt“!

Und genau so ist es 😉

Mit der schwäbschen Eisenbahne ging es heute von Tübingen aus nach Albstadt. Als Wahl-Neu-Schwabe habe ich mein Basislager nach Tübingen verlegt und wollte am Wochenende mal die Alb erkunden. Meine Wahl viel auf einen der Traufgänge, den Felsenmeersteig. Klingt fast nach Heimat, schließlich gibt es in Hemer im Sauerland bei mir zu Hause um die Ecke ja auch ein Felsenmeer.

Der Albtrauf ist von Tübingen ja in Sichtweite, da schien mir das also genau richtig. Kurz noch in der örtlichen Buchhandlung Infomaterial besorgt und schon geht es früh morgens los.

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Hübsch hier

Von Albstadt – Lautlingen aus laufe ich los und freue mich über die gute Ausschilderung. Überall blüt und duftet es, ein toller Sonntagmorgen, nur die Wolken am Himmel zeigen sich etwas bedeckt. Egal. Da ich mir den längsten Anstieg direkt für den Anfang vorgenommen habe, kommt mir das ganz gut zupass. Auf kleinen Pfaden schraube ich mich hoch gen Heeresberg. Tolle Aussichten bieten sich hier einem. Nur die Wolken schränken die Sicht etwas ein. Egal weiter geht es durch traumhaft schöne Wildblumenwiesen nach Burgfelden. Dort kehre ich kurz ein und sorge für einen ausgeglichenen isotonischen Flüssigkeitsausgleich. Die Sonne kommt raus, da schmeckt das Weizenbier doch gleich sehr viel besser.

Die Fernsicht vom Böllat bis hinüber zum Schwarzwald und den Vogesen ist leider auch etwas betrübt, aber egal, es macht echt Spaß hier zu wandern. Hinab geht es dann zum Wannental, hier geht es über einen schmalen Pfad am Waldrand, sogar Meister Lampe zeigt sich hier. Dann wieder kurz und knackig bergan zum Turm der Schalksburg. Hier kann man den Turm erklimmen und die schöne Aussicht genießen. Groß und Klein sitzen hier am Lagerfeuer, es gibt Stockbrot und Würstchen.

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Sommerblumenwiese

Nun geht es hinab über schmale Pfade um dann nach kurzem Intermezzo auf Forststraßen zum Namensgeber dieses Traufganges. Das Felsenmeer kommt in Sicht. Grobe Felsbrocken liegen hier im Wald verstreut, es wird etwas steiler, man muss sogar das ein oder andere Mal die Hand zur Hilfe nehmen. Echt schön dieser Abschnitt.

Nach kurzem Auslaufen bin ich dann wieder in Albstadt – Lautlingen. Eine tolle Wanderung mit tollen Aussichten und vielen Facetten geht dem Ende entgegen. Ich komme wieder, spätestens wenn hier der Herbst Einzug hält. Hier eine Runde an einem sehr frühen klaren Herbstmorgen muss hier einfach traumhaft sein.

Was für eine tolle Tour! Dies gleich mal voran gestellt! Anfang des Jahre ging es darum, was kommt als nächstes so an Touren? Was wäre mal schön auszuprobieren.

Bei Kaffee und viel Erzählen von meiner Langtour 2013 saßen wir bei Martin Hülle in Wuppertal zusammen. Schnell kam die Idee einer gemeinsamen Skitour auf. Gesagt – getan! Wir beschlossen zusammen mit meiner Freundin Anna eine Skitour durch den Rondane – Nationalpark im Süden von Norwegen zu machen. Von Hjerkinn aus nach Venabu und zwischendurch einfach mal sehen, was passiert und woher es geht. Ohne große Planung einfach los.

Zwei Wochen Schnee, kleinere Gipfel und Friluftsliv in einer Form, die ich nur allzu gerne kennenlernen möchte. Meine beiden Mitstreiter haben schon Erfahrung auf Wintertour, also los, auf ins Abenteuer.

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Norwegensehnsucht und Fernweh

Nur gab es zwei kleine Dinge, die ich irgendwie außer acht gelassen hatte. Ich kann absolut kein Ski fahren, habe das noch nie gemacht und die vorhandene Ausrüstung war auch irgendwie nicht so auf eine Skitour mit tiefen Temperaturen ausgelegt.

Nach kurzem Überlegen lieh ich mir bei meinen Kumpels Stephan und Ulrich eine Pulka und die notwendige Skiausrüstung. Im Keller stapelten sich schnell wieder größere Menge Ausrüstung und Verpflegung. So eine Wintertour schien mir die reinste Materialschlacht zu werden. Martin steuert auch noch Zelt, eine Pulka für Anna und allerhand kleinere und größere Dinge bei. Langsam konnte es los gehen. Vorfreude und Respekt wuchsen von Tag zu Tag. Ich gehe sogar am frühen Morgen Laufen, um fit für die Tour zu werden.

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Laufen zur Vorbereitung in der Morgenstunde

Als wir dann gemeinsam in Köln am Flughafen eintrafen, runzelte mein Vater, der mich gefahren hat, die Stirn. Es stapel sich drei Pulkas, ein großer Skisack, diverse Packsäcke. Die Blicke der anderen Reisenden und des Flughafenpersonals ob der ungewohnten Sportgeräte sprechen Bände. Irgendwie haben wir den Verdacht, dass wir so spät Abends einige Leute aus ihrem Feierabendschlaf aufwecken. Der Mann am Sperrgepäckschalter versucht,  besonders launig zu sein und fragt in breitem Kölsch, was das für Kanus seien und wo die Hunde dafür wären? Bedingt witzig, aber auszuhalten.

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Mein Gepäck – wohlgemerkt für nur eine Person

Schnell besteigen wir unseren Flieger nach Oslo und sammeln dann in Gardermoen ohne Problem all unser Gepäck ein. Jetzt kommt die nächste kleinere Hürde. Der Zug, der uns am Morgen gen Rondane bringen soll, wird ziemlich früh abfahren. Wir kommen aber erst nach Mitternacht an. Nach Oslo zu fahren und ein Hotel zu nehmen ist also zeitlich eher Unfug. So machen wir es uns in einer zugigen Ecke gemütlich, bauen eine Art Burg aus Gepäck und versuchen etwas Schlaf zu bekommen. Aber da ist wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken. Ziemlich gerädert sitzen wir am nächsten Morgen bei Kaffee und Matpakke von Anna beim Frühstück um dann den Zug gen Hjerkinn zu besteigen.

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Komfort-Hotel am Flughafen Oslo

Schließlich ist aber auch das erledigt, unser Gepäck im Gepäckwagen verstaut und wir machen es uns gemütlich um die Zugfahrt gen Rondane plaudernd hinter uns zu bringen. Allzu viel Schnee wird uns wohl nicht mehr erwarten, das ist auch aus den Tallagen schon zu beobachten. Aber egal, das wird schon, det ordner seg.

Gegen 13:30 Uhr ist es dann soweit, wir wuchteten unser Zeug aus dem Zug und begeben uns in den Aufenthaltsraum des kleinen Bahnhofs von Hjerkinn.

Es dauert eine ganze Weile bis wir uns sortiert haben und es endlich losgehen kann. Ich als totaler Anfänger stelle mich öfters mal ziemlich ungeschickt bzw. eher richtig doof an. Eine ungewohnte Art der Fortbewegung, so schlurfend auf Ski. Die Proberunde führt uns zur Hjerkinn Fjellstue um dort das vorab bestellte Benzin für den Kocher einzusammeln.

Auch das erledigen wir relativ zügig und verabschieden uns für die nächsten Tage von festen vier Wänden und einer warmen Stube.

Da es schon etwas später am Nachmittag wird, es reichlich bewölkt ist, laufen wir nicht mehr allzu weit. Für mich gerade recht, tue ich mich doch ziemlich schwer mit der ungewohnten Ausrüstung. Aber das ist schnell vergessen, als das Zelt steht, der Kocher vor sich hin surrt und wir es uns im Inneren beim Abendessen gemütlich machen. Etwas Wind kommt auf. Aber bald schon geht es zu Sack und wir verschwinden in den Daunentüten um Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln.

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Traumhaftes Wetter

Am nächsten Morgen geht die Sonne auf, in allen Belangen. Im Zelt ist es schnell ziemlich warm und das Frühstück wird vor dem Zelt eingenommen. Die Abläufe, das Packen und alles was zu einer Tour im Winter dazu gehört, sind noch ziemlich ungewohnt für mich. Wieso braucht man am Morgen eine Schneeschaufel, wenn es zur Toilette geht? Fragen über Fragen. Aber irgendwann geht es dann endlich los. Den Bergrücken hoch gen Grimsdalsytta.

Schnee gibt es schon mal. Aber meine Fähigkeiten mit Ski und Pulka nötigten mir schon einigen Respekt ab. Da werde ich noch viel üben müssen, aber deshalb sind wir ja hier.

Und eigentlich möchte ich auch gar nicht weiter auf meine noch laienhaften Skikünste eingehen, sondern auf die Landschaft, die sich einfach als der absolute Hammer erweist. Zwar lugen hier und da noch reichlich Vegetation und Stein aus dem Schnee hervor, aber dieses für mich ungewohnte Landschaftsbild zieht mich sofort in seinen Bann. Wie geil ist das denn? Der absolute Hammer.

Wir ziehen bis ungefähr zur halben Strecke gen Grimsdalshytta und schlagen unser Camp auf. Anna machte noch einen kleinen Ausflug auf einen der nahegelegenen Hügel. Abendessen und die Abendgestaltung sind kurzweilig. Am nächsten Tag sollte es dann die erste größere Prüfung geben. Die Abfahrt hinab zur Grimsdalshytta. Ich hab mir das gar nicht erst auf der Karte angeschaut, das ist auch besser so. Nach Stürzen und überaus komischen Bewegungsabläufen, sind wir irgendwann endlich unten auf der Straße durch das Grimsdalen.

Zwischendurch bin ich kurz davor, meine gute Laune zu verlieren. Ich lege mich so oft auf die Fr…. äh Klappe, fluche so oft und habe ebenso oft echt Spaß! Besonders wenn die Ski einmal zehn Meter lang das machen, was ich möchte und ich nicht nur Passagier meiner eigenen Ausrüstung bin.

Über die sehr leicht verschneite Straße und den zugefrorenen Fluss geht es weiter das Tal hinab. Irgendwo unterhalb von Tollevshaugen sollte es eventuell eine Art Unterstand geben, wo wir ohne Zelt schlafen könnten.

Dort angekommen gibt es nur ein Plumpsklo und keinen Unterstand. Der Schnee ist so schlecht, dass die Schneeheringe keinen Halt finden. Meine Laune schwindet etwas, gelinde gesagt, als es sich langsam abzeichnet, dass wir Biwakieren müssen. Und das ist noch freundlich ausgedrückt, das Grinsen in den Gesichtern der anderen wird immer größer umso mehr mir die Gesichtszüge entgleiten. Ich bin ja eher nicht so der Freund vom Biwakieren, aber hier geht es einfach nicht anders. Also machen wir es uns rund um das Klohäuschen im Windschatten gemütlich. Meine Sorge frieren zu müssen, ist unbegründet. Drei Kilo Schlafsack um mich herum sind absolut ausreichend warm. Anna hat sowieso ihre Freude, liebt sie doch das Biwakieren draußen mit Blick zu den Sternen und dem Mond. Ich könnte mich so langsam auch daran gewöhnen 😉

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Mein Freund das Biwak – immerhin mit Toilette

Am nächsten Morgen begrüßt uns blendender Sonnenschein, das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Wahnsinn. Nach einem sehr ausführlichen Frühstück geht es los gen Doralseter, wir wollen ja auch endlich mal das Herz von Rondane zu sehen bekommen. Die Sonne trägt sehr zur guten Laune bei und bald laufen wir nur noch in Unterwäsche durch den Schnee, anders ist es bei der Sonne und Wärme schlicht nicht auszuhalten. So stellt man sich eine Skitour in Norwegen vor, so wie auf den Bildern des DNT immer zu sehen ist. Einfach herrlich.

Irgendwann kommen wir dann zu unserem Lagerplatz kurz vor dem Dørålen. Tolle Aussicht und Abendstimmung inklusive. Wie cool ist das denn.

Am nächsten Tag entscheiden wir uns für eine Tagestour ohne Pulka und das Urlaubsprogramm geht richtig los. Ich will auch gar nicht groß mit Einzelheiten der nächsten Tage langweilen. Es geht vorbei an Døralseter gen Rondvassbu. Wir laufen über den Rondvatnet und von dort langsam gen Venabu. Zum Schluss noch ein Stück über die Trollloipe.

Im Schneckentempo bewegen wir uns durch Rondane. Bestes Wetter gibt uns die Möglichkeit, viel Zeit an einzelnen Orten zu verbringen. Wir lassen es uns richtig gut gehen, haben viel Zeit zum Quatschen und Essen.

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Ein Traum – ohne Worte

Wir frönen dem Müßiggang und machen einige Tagesausflüg(chen). Einfach richtig Urlaub. Martin und ich lassen es sehr gemütlich angehen, Anna hingegen steigt noch unter anderem auf den höchsten Gipfel in Rondane, den 2178m hohen Rondslottet.

Die Tageskilometer sind überschaubar, die Pausen ausführlich. Die Sonne treibt uns am Morgen aus den Schlafsäcken, wirklich richtig kalt wird es nie. Schon sehr komisch. Aber wir wollen uns nicht beschweren, auf Schneesturm und Abwettern hat keiner von uns so richtig Lust.

Irgendwann geht dann auch der schönste Winterurlaub dem Ende entgegen. Als wir schließlich das Hotel in Venabu erreichen, kommt schon Wehmut auf. Hier hat uns der Trubel rasch wieder. Am nächsten Morgen soll der Troll Ski Marathon hier stattfinden. Überall laufen sehr sportliche Norweger herum und präparieren ihre Ski für den nächsten Tag und die 95km in der Loipe.

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Am Ziel in Venabu

Wir genießen die Annehmlichkeit einer heißen Dusche und eines großen Middagsbuffets. Aber irgendwie kommen wir uns auch etwas deplatziert vor. Unsere Gesichter glühen von der vielen Sonne in den zwei Wochen vorher und es ist immer wieder ein komisches Gefühl, wenn eine Tour zu Ende geht.

Die Rückreise beginnt nach dem erneut reichhaltigen Frühstück erst gen Mittag. Der Besitzer des Venabu Fjellhotells lädt uns und unsere gesamte Ausrüstung in den großen Sprinter-Bus und will uns höchstselbst nach Lillehammer zum Bahnhof bringen, schließlich habe in Ringebu eh nichts mehr auf und in Lillehammer könne man wenigstens etwas einkaufen oder Essen gehen. Okay, sehr gern. Martin lässt sich auf dem Beifahrersitz nieder und ist nun neben unserem überaus netten und sehr hilfsbereiten Hotelbesitzer nun ein ausgewiesener Fachmann in Sachen Ringebu und Umgebung. Ein kleiner Abstecher zur Stabkirche von Ringebu und es geht weiter gen Lillehammer. Erstaunlich wie viel der Mann über seine Heimat zu erzählen weiß.

Wo liegt der Gründer der bekannten norwegischen Kioskkette „Narvesen“ begraben? Ich glaube Martin wird es nie wieder vergessen 😉

In Lillehammer verabschieden wir uns dann von unserem Chauffeur und bedanken uns herzlich für die kurzweilige Fahrt. Nun müssen wir nur noch etwas Zeit bis zum Zug totschlagen. Martin und ich entscheiden, auf der Tour noch nicht genug zu essen gehabt zu haben.

Wir enteren den örtlichen Pizzabakeren. Eine Wand des Gastraumes ist komplett mit 1,5l Flaschen Softdrink voll gestapelt. Unglaubliche Zuckermassen verpackt in klebriger Brause stehen da herum. Da hätten wir vielleicht stutzig werden sollen. Aber wieso auch nicht, also direkt zwei mal das Angebot zu je 140NOK geordert.

Je eine Pizza von 40cm Durchmesser plus jeweils eine 1,5l Flasche Cola für uns. Als die Pizza vor uns steht, fallen uns fast die Augen aus dem Kopf. Nun verstehen wir auch, warum sich ansonsten vierköpfige Familien eine Pizza teilen. Krass. Ich glaube Martin hat mit 8/10 zu 7/10 unseren kleinen Pizzakontest gewonnen. Zusammen und gut gesättigt rollen wir zurück zum Bahnhof.

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Hab alles probiert – mehr ging nicht

Als wir Anna davon erzählen, bekommt sie sich vor lachen kaum noch ein und hält uns für völlig wahnsinnig. Schließlich hatten wir in den zwei Wochen vorher bestimmt nicht darben müssen.

Irgendwann kommt dann auch unser Zug zum Flughafen. Der ist allerdings völlig überfüllt und mit unserem Haufen Gepäck ist kein Platz mehr für uns. Also tragen wir mit Hilfe des freundlichen Bahnpersonals unser Zeug zum anderen Bahnsteig und nehmen einfach den nächsten Zug. Dann noch Schienenersatzverkehr aufgrund einer Baustelle ab Hamar. Auch hier hilft uns das freundlich Personal unser ganzes Gepäck zum Bus zu tragen.

Endlich und ziemlich spät am Flughafen angekommen, heißt es für uns wieder, das kleine, luftige Hotelzimmer in der Ecke der Ankunftshalle zu beziehen. Wir wissen ja schon wie es geht und bald sind wir schon wieder im Reich der leichten Träume und bequemen Betten. Der Rückflug am nächsten Morgen verläuft total ereignislos und schon bald stehen wir wieder bei herrlichem Sonnenschein mit Ski und unseren „Kanus“ in Köln am Flughafen.

Was für eine tolle erste Skitour für mich. Zusammen mit Martin und Anna war es einfach herrlich! Am Liebsten wären wir direkt weiter durch bis hoch zum Nordkap gelaufen…

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Drahtlos nach Hause

Vielen Dank an visitnorway für die freundliche Unterstützung bei unserer Tour durch Rondane!

Eine Weile lang hat sich leider hier im Blog nicht mehr so viel getan! Dafür aber umso mehr im Hintergrund. Warum das so war, seht ihr nun! Zusammen mit Christoph von Graser Fotografie haben wir Simonpatur.de einer kleinen Verjüngungskur unterzogen. Hier und da aufgeräumt, ein wenig sortiert und viele Dinge hoffentlich etwas schöner und bequemer gemacht! Neustart heißt das wohl heutzutage. Hätte ich doch bloß von Anfang an etwas mehr Ordnung gehalten, dann wäre es wohl schneller gegangen. Aber nun, wo das Resultat zu besichtigen ist, bin ich doch sehr, sehr zufrieden. Klar, hier und da gilt es noch etwas nachzubessern oder zu optimieren, aber det ordener seg. Ich hoffe euch gefällt das neue Layout auch, würde mich sehr über Rückmeldungen dazu freuen!

Vielen, vielen Dank an Christoph für all die Hilfe!

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Das Beste aber kommt dann endlich in der nächsten Woche. Nach langen Vorbereitungen geht es am nächsten Freitag endlich wieder auf Tour! Endlich wieder! Dreimal darf man raten, wohin es geht? Richtig, Norwegen steht auf dem Programm. Mal etwas anderes 😉

Im Ernst, tatsächlich wird es diesmal eine ziemliche Umstellung. Zu dritt, werden wir aufbrechen um eine Wintertour im Rondane – Nationalpark zu machen. Zwei Wochen Winter! Weltpremiere und völliges Neuland für mich. Zelten im Winter, Skifahren, eine große Pulka statt einem großen Trekkingrucksack – das wird eine ziemlich Herausforderung für mich werden! Alle Welt unterhält sich hier über den Frühling, die warmen Temperaturen, wie schön es doch ohne den ganzen Schneematsch in diesem „Winter“ war.

Hoffentlich wird das Wetter auf unserer Seite sein, aber das wird schon. Es wird wohl tolle Fotos davon geben, wie ich mich wieder und wieder auf die Nase lege, gut dass dann die Flüche nicht mit auf dem Foto sind. Für mich wird das ein echt großes Abenteuer, bin schon sehr darauf gespannt wie ich mich zusammen mit Anna und Martin schlage, vermutlich werde ich da als Frischling ganz schön die Bremse sein 😉

Zur Vorbereitung war ich tüchtig laufen. Eine völlig neue Sache für mich. Allein am Morgen um 6:30 Uhr vor der Arbeit die Schuhe zu schnüren fordert schon etwas Leidensfähigkeit. Aber, was soll ich sagen, es macht Spaß und die Sonnenaufgänge und Morgenstimmungen der letzten Tage haben wirklich mehr als entschädigt. Eine tolle Belohnung. Da kommt schon großes Fernweh auf, gut, dass das bald endlich wieder etwas gelindert wird.sptneu2Hier stapeln sich nun also schon wieder Schokoladentafeln, Kiloweise Müsli und Schokoriegel. Aber was wirklich echt komisch ist, dass ich mir momentan bei schönstem Sonnenschein und +20°C Gedanken darüber mache, welche Daunenbekleidung, lange und warme Unterwäsche oder welche Handschuhkombination die richtige sein wird? Ach ja, wird meine Schlafsackkombination warm genug sein? Es sieht hier aus wie die Vorbereitung zu einer Nordpol-Expedition! Die Ausrüstung stapelt sich. Das wird mal echt spannend!

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Mal sehen wie das so wird, die Spannung und Vorfreude steigt von Tag zu Tag! Nächste Woche um diese Zeit wird schon alles gut verpackt auf den Start der Tour warten. Letzte wichtige Fragen werde ich bis dahin hoffentlich geklärt haben. Wo werde ich bloß den BVB Aufnäher an der Pulka anbringen? Oder doch lieber gleich Schwarz – Gelb streichen? Wir werden sehen 😉

Was für ein Jahr 2013! Noch einmal anne Schüppe morgen und dann die große Feier ins neue Jahr an Silvester. Unzählige Bilder laufen gerade in meinem ganz persönlichen Jahresrückblick in Gedanken an mir vorbei! So gerne würde ich euch mitnehmen auf diese Reise, auf diesen langen so tollen Weg, mein Jahr 2013, das alles auf den Kopf gestellt hat! Unfassbar, der Wahnsinn, ohne Worte! Utrolig fint! Es war wirklich alles dabei, mehr als man sich vorstellen kann, mehr geht kaum! Danke an alle, die mir geholfen haben, ein so tolles Jahr zu haben und an alle, die mich auf meiner Reise begleitet haben, mich weiterhin begleiten und die ich so unverhofft neu kennenlernen durfte! Ich hoffe ihr habt alle einen schönen, standesgemäßen Abschluss von 2013 und wünsche euch einen guten Start in 2014! Eine Menge Abenteuer warten noch darauf, bewältigt zu werden, egal ob im Alltag oder auf Tour oder sonst wo 😉 Los geht’s!

Immer nach vorn, immer die Nase im Wind! Det ordner seg!

Nordlichter kurz vor dem Nordkaptunnel
Mein ganz persönliches Feuerwerk 2013!

Es könnte so einfach seinGarantiert!

Frohe Weihnachten und eine besinnliche Zeit wünsche ich euch allen! Mein großes Geschenk habe ich schon von Mai bis Oktober auspacken dürfen – es war anstrengend, matschig, voller Abenteuer, toller Erlebnisse und einfach unfassbar toll! Ich habe  in diesem Jahr so viele Geschenke bekommen, ich hoffe sehr, dass ich das je wieder zurück geben kann.

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Es gibt nichts Schöneres, als anderen eine Freude zu bereiten, mit ihnen zu teilen, ihnen zu helfen und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen! Das hat mir mein Geschenk in diesem Sommer immer wieder gezeigt! Manchmal im Leben kann man alles schaffen! Kann es so einfach sein!

Hoffe ihr habt eine schöne Zeit mit euren Lieben und ein paar ruhige Tage! Lasst den Stress des Alltags mal außen vor und macht genau das, was euch am meisten Spaß macht! God jul og skål!

Ähnlichkeiten mit singenden Sängern im Video aufgrund der Bartlänge und Bartfarbe sind rein zufällig 😉

Und hier gibt’s das schönste Weihnachtslied überhaupt in der Originalversion! Slàinte – auf Kirsty und Shane! Hühnerhaut!

If I ever stray – wenn ich mich jemals verirre, ich weiß nicht mehr, wie oft ich diesen Song vor, während und nach der Wanderung gehört habe. Er trifft meine Stimmung rund um die Tour einfach ziemlich gut. Musik war ein wichtiger Teil auf der Tour. Man verbringt unendlich viel Zeit allein mit sich und der Natur, hat Zeit seinen Gedanken nachzuhängen.

Frank Turner und mein Norge på langs Soundtrack
Frank Turner und mein Norge på langs Soundtrack

Die Nächte, insbesondere im hohen Norden sind lang und so viele Bücher kann man gar nicht mitschleppen, wie man lesen könnte und möchte. Okay, Einwurf, ein E-Book Reader könnte da Abhilfe schaffen, aber nee, das ist nicht dasselbe, wie ein richtiges Buch in den Händen zu halten, jedenfalls nicht für mich.

Momentan versuche ich mich ja daran, meine Erlebnisse der Norge på langs Tour in Worte zu kleiden und niederzuschreiben. Schon immer habe ich Reisererzählungen aus dem hohen Norden selbst verschlungen. Viele dieser Bücher haben sicher dazu beigetragen, mich auf mein eigenes großes Norwegen Abenteuer einzulassen. Als ich bei Björn Klauer zu Gast war, las ich ein Buch von Björn über seine Spitzbergen-Expedition im Jahre 2001. Fesselnd beschreibt Björn darin, wie er damals mit Hilfe seiner Huskies die Hütte finden und erreichen wollte, in der Christiane Ritter 1934 mit ihrem Mann Hermann und dem Norweger Karl im Norden von Spitzbergen den Winter verbrachte. Schon allein dieses Buch habe ich fast an einem Stück verschlungen.

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Fernsehersatz

In ihrem Buch “Eine Frau erlebt die Polarnacht” schildert Christiane Ritter die Erlebnisse dieser Überwinterung. Sie läßt Europa ohne jegliche Polarerfahrung hinter sich und folgt ihrem Mann nach Spitzbergen, ohne wirklich zu wissen, auf welch großes Abenteur sie sich dort einlässt. Die eindrücklichen Schilderungen der Empfindungen und Erfahrungen dort im Winter nehmen einen sofort mit auf eine gefährliche Reise, in ein wirklich großes Abenteuer, dass allen Entbehrungen und Gefahren zum Trotz einem doch schnell die unendliche Schönheit der Polarnacht und dieser kargen und lebensfeindlichen Umwelt näher bringt. Ich würde zu gern sofort auch mal dort hin 😉

Ein tolles Buch und für mich eine klare Leseempfehlung, für alle die, die auch den ganz hohen Norden mögen oder sich diesem einmal in Buchform nähern wollen. Einmal nachempfinden, warum es manche Menschen immer wieder dorthin zieht, sie niemals los lässt! Besser als jedes Fernsehprogramm 😉 Fernweh!

Wie fange ich bloß an? Ich sitze jetzt wieder eine Woche zu Hause und kann es immer noch kaum fassen. Fünf Wochen in Norwegen mit unzähligen Eindrücken, unfassbaren Erlebnissen und tollen Begegnungen liegen hinter mir. So viele, dass ich sie erst langsam verarbeite und mich nur schwer wieder dem Alltag widmen kann. Es war einfach fantastisch, unglaublich schön. Hoffe, dass der Reisebericht bald fertig ist, aber fünf Wochen wollen erst mal zu Papier gebracht werden 😉