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Heute von mir mal kein hochemotionales Frauenthema oder spannender Tourbericht – nein, heute möchte ich mal ganz trocken etwas über Ausrüstung – neudeutsch Gear – schreiben. Denn ein bisschen abgeeken über Gear erfrischt den Geist und inspiriert vielleicht die/den ein/e oder andere/n, Neues auszuprobieren oder vielleicht ein bisher unbekanntes Teil mal näher kennenlernen zu wollen. 

Die Fjordruta – mein Testballon für leichtere Ausrüstung

Nicht erst seit unserer Norge pa Langs Tour im letzten Jahr weiß mein Körper, wie es sich anfühlt, monatelang richtig schwer, bis zu 25 kg, wegzuschleppen. Da mich im Alltag mein Job nicht nur mental, sondern auch körperlich fordert, dachte ich mir, dass es dieses Jahr an der Zeit ist, auf der diesjährigen Norwegentour mal nicht komplett an meine Grenzen zu gehen, sondern den Urlaub halt mal Urlaub sein zu lassen. Als wir nach der Tour im Oktober 2018 in Bergen anlandeten, fiel mir im Laden des DNT ein tolles Buch in die Hände – Norges beste Hytte til hytte turer von Marius Nergard Pettersen – von dem ich mich sehr gerne ein bisschen inspirieren ließ.

 

 
 
 
 
 
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Mit einem fetten Grinsen bin ich heute aus der Arbeit gegangen – fast 3 Wochen wohlverdienter Urlaub warten auf mich \o/ Norge is calling (surprise)! Dieses mal ein Abenteuer der ganz neuen Art für mich, denn es wird viel leichter (in jeglicher Hinsicht), südlicher, Meer-nah und nicht ganz so rauh und wild. Ich nehme die #fjordruta unters Profil! Juhuuu! Wer möchte, den darf ich ein bisschen mitnehmen in den nächsten 2 Wochen. Hab sogar meinen eigenen Hashtag erfunden #annigoesfjordruta ?? stay tuned! #wanderlust #utpåturaldrisur #turistforeningen #adventure #norge #trekking #hiking #getoutside #wirsinddraußen #womenwhohike #traillife #utno #fernweh #friluftsliv #liveterbestute

Ein Beitrag geteilt von Anni fra Tyskland (@annischmackofatzi) am

Die Fjordruta übte sofort einen großen Reiz auf mich aus. Ihre etwas südlichere Lage, die Zivilisationsnähe (und auch weniger Ausgesetztheit) und die Hüttenstruktur lud mich direkt dazu ein, einfach mal Ballast abzuwerfen, und ich war extrem neugierig und gespannt, wie sich das anfühlen wird. Für mich kam es nach NPL als eine Art natürliche Neugier, sich ein Stück vom bisher bewährten Packkonzept wegzubewegen und einfach mal neue Dinge auszuprobieren – und dennoch nichts an Komfort einzubüßen; also mich selber der Challenge zu stellen, zwei Konzepte in meinem Sinn möglichst durchdacht zu verbinden – leicht und komfortabel! Denn ich bin immer noch eine enorm gemütlichkeits- und sicherheitsorientierte Wanderin und das wird sich für mich auch niemals ändern. (Disclaimer am Rande: Dies ist die Ausrüstung, die für MICH und meinen Geschmack am besten funktioniert! Jeder muss selbst herausfinden, wie er am Ende am liebsten unterwegs ist). Also habe ich mich nach leichteren Alternativen vieler Ausrüstungsgegenstände umgeguckt. Die Ausrüstungsgegenstände in ihrer Gesamtheit sind allerdings tatsächlich fast gleich geblieben, nur die Materialien, Größen und Volumina sind z.B. andere. Ich habe mich also größtenteils gegen den Verzicht und für mehr Hightech entschieden 😉

Wind of Change – was habe ich anders gemacht?

Das wichtigste sind ganz klar zunächst einmal die großen Vier – Zelt, Schlafsack, Isomatte, Rucksack – und hier konnte ich tatsächlich viele viele Gramm gut machen. Mein Zelt war das neu überarbeitete Helsport Ringstind Superlight. Mein neuer Rucksack war für mich persönlich die größte “Umstellung”, denn der Bergans Helium W 55 wiegt fast ein Drittel von meinem bisherigen Bergans Trollhetta Lady 75 – nur 1000 g! Ist aber auch 20 l kleiner, was super zu meiner verschlankten Ausrüstung passte! Einzig meine Isomatte blieb die altbewährte. Im Vorfeld habe ich monatelang mit verschiedenen, sicherlich richtig tollen leichten Alternativen, wie z.b. der Therm-a-Rest Prolite Apex, der Frilufts Ry oder einer NeoAir geliebäugelt, mich aber dann doch wieder für meine Therm-a-Rest Prolite Plus entschieden. Ich hatte nämlich keine Lust, im Zweifel meine Nächte auf einem Petziball zu verbringen, zu groß schien mir die Gefahr einer Delamination unterwegs. Beim Schlafsack bin ich vom (mit Packsack) etwa 1400 g schweren Helsport Rago Winter zum nochmal 300 g leichteren Helsport Rago Superlight Winter umgestiegen – das macht zusammengenommen nicht einmal 4 kg!

Genau so wie den großen Vier konnte ich bei der restlichen Ausrüstung und beim Kleinkram ein bisschen Ballast abwerfen und mich auf ein für mich sinnvolles Minimum beschränken.

Meine Bergans Storen Hardshellhose mit integrierten Gamaschen wich der schön leichten, zweieinhalb-lagigen Bergans Sky Pant, die unterwegs sogar ein sagenhaftes Gewicht von 0 g erreichte – ich vergaß sie nämlich am 3. Tourtag im Waschraum einer DNT Hütte. Mittlerweile habe ich die Hose zwar wieder (danke, lieber KNT!), würde sie aber nicht mehr bei schwitzigen Aktivitäten nutzen, weil sie bei weitem nicht so atmungsaktiv ist wie die dreilagige Storen Pant. Dann doch lieber meine alte. Auch eine leichtere, dünnere Daunenjacke kam ins Gepäck, da recht milde Temperaturen zu erwarten waren (am besten Yr.no checken, dort kann man auch Temperaturdiagramme der letzten Jahre nachsehen). Nach wie vor liebe ich die Daunenjacke auf Tour, zu herrlich ist es einfach, sich am Abend erschöpft hineinzumuckeln, bis sich Ofenwärme in der Hütte breitmacht oder das Zelt steht. Als Kocher reichte Simons kleiner Primus Express Stove plus 1-Liter-Topf, bisher nutzte ich den schwereren, aber wesentlich stabileren Spider Express Stove.

Bei anderem Kleinkram konnte ich ebenfalls einsparen z.B. mit einem kleineren, leichteren Tagebuch. Außerdem legte ich mir endlich einen eReader zu, damit der dicke Schinken zu Hause bleiben konnte. Wichtig war für mich auch, meinen leichten Rucksack beim Flug zu schützen, daher wollte ich definitiv eine Transportschutzhülle mitnehmen. Die klassischen Hüllen waren mir aber zu sperrig und zu schwer, sodass ich mich nach einer Alternative umgucken musste. Ziemlich genial ist das Check And Fly Pack Cover von Eagle Creek, das sozusagen Transportschutz- und Regenhülle kombiniert. Das Material ist etwas dicker als bei einer herkömmlichen Regenhülle, der Packsack funktioniert bis zu 65 Liter Rucksackgröße und lässt sich für den Flug mit einem Reißverschluss schließen. Was soll ich sagen, das Teil hat sich richtig gut geschlagen! Kommt definitiv wieder mit.

Harte Fakten – ist mein Konzept aufgegangen?

Planen kann man bekanntlich viel. Wie es einem letztendlich auf Tour ergeht, ist eben immer wieder ein großes Überraschungsei und absolut nicht vorhersehbar. Letztendlich ist es mir ziemlich gut gelungen, für meine Verhältnisse richtig leicht unterwegs zu sein – ich kam insgesamt und mit einer Woche Essen auf etwa 18 kg (ohne Wasser). Und das mit richtig stabiler, nordnorwegentauglicher Ausrüstung! Hätte ich jedoch vorher gewusst, dass ich kein einziges Mal zelten würde – ich hätte noch so viel mehr Gewicht einsparen und wirklich nur Hüttentourgepäck mitnehmen können. Klar, ärgerlich, aber im Nachhinein für mich ok. Warum nur Hütten? Meiner Meinung nach ist die Fjordruta nicht gerade voll von verlockenden Zeltplätzen, es war oft sumpfig, supernass, es gab langes Gras oder war waldig. Ich war es bisher gewohnt, auf etwa 700-900 oder mehr HM unterwegs zu sein, wo in Skandinavien wirklich baumloses Fjell oder bestenfalls lichter Birkenwald vorherrscht – was ich zum Zelten persönlich zum Zelten super finde. Die Fjordruta führt vor allem in der zweiten Hälfte ebenfalls durch solches Gelände, ist auf dieser Höhe jedoch sehr ausgesetzt, und ich wollte ungern auf einem Bergkamm zelten, auch wenn ich den Untergrund dort sehr einladend und vertraut fand, und mich da auch zum ersten mal bei Gedanken erwischte wie “Mensch, hier zelten…”. Zudem sah ich dank des vielen Sumpfs und Regens am Ende jedes Wandertages aus wie eine Pottsau und hatte großes Verlangen danach, meine Sachen zu trocknen und mich an den warmen Ofen zu muckeln. Klar wäre Zelten schon problemlos möglich gewesen, hätte auf der Route für mich aber eher Zwang als Gemütlichkeit und Belohnungseffekt bedeutet – und das ist auch total okay für mich. Wer mir auf Instagram folgt weiß auch, dass die Tour absolut nicht so easy ist wie die Hüttenabstände vermuten lassen. Nein, da sollte man unbedingt Norwegen-Logik anwenden und daraus schließen, dass die kurzen Abstände genau so auch SINN haben 😉 Fast jede Hütte mitzunehmen war also mein Versuch, auf der Fjordruta Urlaub zu machen, und so konnte ich mich von den durchaus sehr fordernden, wenn auch kurzen, Wandertagen ausreichend erholen.

Selbst wenn ich davon überzeugt bin, dass in Norwegen das Mitnehmen eines Zeltes auch ein Sicherheitsaspekt ist, finde ich, dass man es als halbwegs erfahrener Wanderer auf der Fjordruta (außer vielleicht im Winter) getrost weglassen kann. Wenn man sich nicht gerade direkt auf oder neben einer Straße befindet, ist die nächste im schlimmsten Fall ein paar KM entfernt, und bis auf ein paar wenige Löcher hatte ich auch immer Handyempfang. Auf Tour in abgelegeneren, wilderen Gebieten kommt es dennoch immer in meinen Rucksack, selbst wenn man sich entlang einer Hüttenstruktur hangelt.

Besonders begeistert war ich von meinem Rucksack. Obwohl ich ihn anfangs mit ca. 18 kg eigentlich deutlich überladen habe, kam ich mit dem Bergans Helium 55 W enorm gut klar! Die für einen Leichtrucksack recht festen Hüftflossen übertrugen das Gewicht immer noch super auf meine Hüften, und das spricht für das einmalige Tragesystem, das einfach auch mit so viel Gewicht noch bequem ist. Die Rückenplatte ist natürlich nicht so fest wie bei klassischen Trekkingrucksäcken, sodass ich jeden Morgen extra sorgfältig packen musste, um nicht von einer unbequemen Beule am Rücken gepiesackt zu werden. Auch viele Außentaschen findet man nicht, was für mich aber überhaupt kein Problem war. Die seitlichen Netztaschen sind ja umso geräumiger. Ich bin immer noch restlos überzeugt von diesem Rucksack und kann ihn mehr als empfehlen, wenn man unterhalb der 20 kg Grenze unterwegs ist. Da gibt es meines Wissens nach auch kaum leichte Alternativen, wo man nicht beim Tragesystem einen Kompromiss eingehen müsste oder die genau so robust wären.

Ansonsten habe ich mich mit der neuen Ausrüstung extrem wohl gefühlt und hatte nie das Gefühl, irgendwo Abstriche machen zu müssen. Ich denke, ich habe meine Ausrüstung für kürzere Solotouren in Norwegen nun beisammen 🙂

Hier geht es zur Online-Version der Packliste!

Die Packliste findet ihr auch als PDF hier

Was packe ich bloß ein, wenn ich plane, eine solch lange Wanderung wie Norge på langs in Skandinavien in Angriff zu nehmen? Vor dieser grundsätzlichen Frage steht wohl jeder, der eine längere Tour machen möchte. Über die Jahre hat man natürlich optimalerweise schon Erfahrungen auf kürzeren Touren gemacht. Daraus ergibt sich dann irgendwann automatisch ein guter Blick auf die Ausrüstung, die es auf dem Markt gibt und die man persönlich gerne nutzen möchte. Auch die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen an die Bekleidung und Ausrüstung, die man dann tagtäglich verwenden wird kristallisieren sich dann irgendwann heraus, man weiß, worauf es für einen ganz persönlich ankommt.

Wie alles begann und wohin es führte

Bei mir persönlich ging es damals 1999 vor meiner ersten großen Rad-Tour ganz klassisch los. Ich ließ mich in lokalen Geschäften beraten, das Internet mit seinen Foren und Informationsquellen gab es damals noch nicht in dieser Form. Erfahrene Berater in den Fahrrad und Outdoor-Geschäften der Umgebung gaben mir Tipps und Outdoor-Magazine zeigten mir verschiedene Wege und Dinge auf, die für mich in Frage kamen – und es hat alles super funktioniert!

Natürlich hat sich das über die Jahre etwas gewandelt. Vor meinen ersten richtigen Trekkingtouren habe ich mir vor allem viele Informationen im Internet angelesen, insbesondere bei www.outdoorseiten.net traf ich dabei auf geballte Outdoor-Kompetenz die mir kompetent weiterhalfen. Ich zog daraus meine Schlüsse und deckte mich mit Ausrüstung ein, die meinem damaligen Budget entsprach.

Das funktionierte sehr gut, aber alles war mir irgendwann irgendwie zu schwer. Also wurden nach und nach viele Dinge der Ausrüstung durch sehr viel leichtere ersetzt – mit dem Resultat, dass ich mich damit nicht wirklich wohl fühlte. Viele Dinge waren zwar nun sehr viel leichter, boten mir aber kaum noch Komfort. Also ging es wieder etwas in die andere Richtung.

Was ich damit sagen möchte: Man kann alles Mögliche empfehlen, ob man am Ende damit tatsächlich zurechtkommt, das muss jeder „leider“ selbst herausfinden. Klingt etwas doof, oder? Aber wenn mir ein spezieller Schuh super passt, dann kann ich den zwar empfehlen, aber ob damit jeder andere klar kommt, wer weiß das schon?

Als ich im Outdoor-Laden als Verkäufer gearbeitet habe, kamen oft Kunden und fragten mich nach ihrer Meinung, sie hatten teilweise von meiner langen Wanderung gehört. Da konnte ich ihnen oft gewisse Dinge wärmstens empfehlen, weil sie mir gute Dienste geleistet hatten, aber oft genug passte der Schuh einfach nicht oder der Rucksack drückte. So ist das nun mal, der menschliche Körper unterscheidet sich an allen möglichen Enden und Ecken bis hinein in die kleinsten Zehen. Und daher ist eigene persönliche Erfahrung durch nichts zu ersetzen – Empfehlung hin oder her! Das Angebot am Markt bietet dabei unendliche Möglichkeiten, da ist für jeden am Ende etwas dabei!

Warum nicht Ultralight auf einer Fernwanderung im Norden?

Natürlich gibt es auch noch grundsätzliche unterschiedliche Outdoor-Philosophien, wenn man sich mit dem Thema Fernwandern beschäftigt. Oft fällt dabei der Begriff UL oder Ultralight, insbesondere wenn man seinen Wanderfokus auf die Weitwanderwege in den USA wie PCT (Pacific Crest Trail) oder AT (Appalachian Trail) legt oder generell einem durchgehend gut erschlossenen (Weit-)Wanderweg folgen will. Und dann wird oft gesagt, dass man eine erfolgreiche Fernwanderung nur Ultralight bzw. mit sehr, sehr niedrigem Basisgewicht absolvieren kann.

Die Ultralight Idee ist grundsätzlich der gute Gedanke, der eigentlich jedem beim Zusammenstellen der Ausrüstung direkt kommt: Es darf nicht zu schwer sein, man nimmt nichts mit, was man nicht wirklich braucht und es soll auf meine persönlichen Bedürfnisse und Erfahrungen zugeschnitten sein. Allerdings immer mit der Prämisse, dass das Gesamtgewicht der Ausrüstung im Rucksack beim UL-Trekking nicht mehr als 5 Kilogramm wiegen darf. Denn ansonsten ist man nicht mehr im Bereich des Ultraleichten, diese 5 Kilogramm sind die selbstgewählte UL-Gewichtsobergrenze der Ultralight Community. Die Diskussion dazu, ob es sinnvoll ist eine solche Grenze zu ziehen oder nicht, ob es nicht auch anders geht oder nicht, ob nicht für jeden der Begriff “leicht” oder “ultraleicht” ein anderer ist,dieses Fass mache ich an dieser Stelle nicht auf, dazu gibt es insbesondere in Outdoor-Foren genügend ausufernde Diskussionen. Die Meinung zu Ultralight oder nicht ist beinahe schon ein Glaubenskrieg und was soll man zu Glaubenskriegen noch sagen? Dazu ist im Internet viel zu lesen und auch hier muss sich jeder seine eigene Meinung am besten auf eigenen Erfahrungen gestützt bilden.

Meiner Meinung nach muss man nicht unbedingt ultralight unterwegs sein, um eine erfolgreiche Fernwanderung in Skandinavien zu absolvieren. Ganz im Gegenteil, ich habe es ja schließlich auch schon selbst erfolgreich praktiziert. Zudem braucht man sich nur durch die Blogs der NPL-Veteranen wühlen, die allermeisten waren und sind dort „konventionell“ erfolgreich unterwegs. Selbst sehr große Tagesdistanzen werden insbesondere von Norwegern auch mit “normalem” Gepäck ohne Probleme zurückgelegt.

Wenn ich meine Erfahrungen und Bedürfnisse zum Trekking in Skandinavien zu Grunde lege, kann ich an das UL-Thema direkt einen Haken machen, denn die Gewichtsgrenze von 5 Kilogramm reiße ich spielend schon alleine mit Rucksack, Zelt und Schlafsack. Aber warum?

Insbesondere wenn man plant, einmal weit außerhalb ausgetretener Wanderwege auch im Frühjahr oder Herbst unterwegs zu sein, wie es auf Teilen des E1 oder des Nordkalottledens auf einer NPL-Wanderung der Fall ist, stehen bei mir vor allem Sicherheit und auch Komfort zur Erholung im Vordergrund, nicht möglichst viele Tageskilometer. Dazu gehört für mich auch selbstverständlich die entsprechende Notfallvorsorge. 

Vor allem bei Norge på langs hat man genügend Zeit um voran zu kommen, so dass man nicht zwangsläufig jeden Tag mehr als 25 Kilometer laufen muss um es ans Ziel zu schaffen – man muss nicht wie auf den durchgehend gut markierten Trails in den USA täglich möglichst viele Kilometer zurücklegen, denn die insgesamten Distanzen sind sind bei NPL deutlich kürzer als beim PCT oder AT . 

Safety first ist für uns nicht verhandelbar

Wer schon einmal von einem Wettersturz im Fjell mit Neuschnee und Wind in Sturmstärke überrascht wurde, möchte diesen nicht unbedingt in einem Tarp als Wetterschutz erleben und ist dann froh, ein stabiles Zelt dabei zu haben, bei dem die Seitenwände möglichst bis zum Boden hinunter gezogen sind damit der Wind nicht einfach durchs Zelt pfeift. 

Auch ein warmer Schlafsack gehört für mich selbstverständlich ins Gepäck, ein erholsamer Schlaf ohne zu frieren ist nicht zu unterschätzen! Und wenn man sehr erschöpft ist, kann dann auch ein Schlafsack gerade recht sein, der eigentlich viel zu warm ist, denn man kann die zusätzliche Wärme dann gut gebrauchen! Ich habe auch schon mal in meinem Schlafsack mit einem Komfortbereich von -10° C bei deutlichen Plusgraden gelegen, es war mir gerade so warm genug, um wieder zu Kräften zu kommen.

Was ich damit sagen möchte ist, dass man zu jeder Jahreszeit in Norwegen mit jedem Wetter rechnen und auch darauf vorbereitet sein muss! Der Punkt Sicherheit und die damit einhergehende Sicherheitsmarge sind mir dabei zusätzlich sehr wichtig! Immer wieder hört man von Leuten, die Verhältnisse und Bedingungen falsch einschätzen und dann ruckzuck in der Scheiße sitzen, weil sie plötzlich unterkühlt sind oder sie keinen Schutz mehr vor den Elementen finden. Für mein Empfinden wandelt man mit einer UL-Ausrüstung zu oft entlang der Grenzen des machbaren, trifft dann etwas unerwartetes wie ein Wettersturz oder dergleichen ein, geht das Konzept schnell nicht mehr auf, das Wetter in den Bergen Skandinaviens ist für solche Dinge über einen längeren Zeitraum einfach nicht konstant genug, da muss man stets mit allem rechnen und kann sich nicht nur für die optimale Variante vorbereiten.

Auch den Einwand, es gibt ja überall noch die Hütten des DNT als Schutz vor dem Wetter, falls meine Ausrüstung nicht reicht, sehe ich kritisch. Wer einmal in richtigem Schietwetter mit nahezu White-Out Bedingungen im Nebel herum gestochert hat und die Wegmarkierungen nicht mehr findet, wird froh sein, wenn er auch ohne Hütte einen sicheren Platz für die Nacht oder zum Abwettern findet. Ich selbst habe schon mehrfach kurz vor einer Hütte mein Zelt aufgeschlagen, im Winter sogar einmal nur wenige hundert Meter entfernt, es war uns einfach zu gefährlich weiterzugehen.

Also, für mich geht Safety First vor, und damit ist die stabilere Ausrüstung in der Regel etwas schwerer. Aber man kann auch mit normaler Ausrüstung relativ leicht unterwegs sein, ein stabiles und sicheres Zelt beispielsweise muss heute keine 4 Kilogramm mehr wiegen, für die Hälfte bekommt man schon ein voll taugliches Heim für den Norden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für uns auch, dass wir nicht einfach Ausrüstung unterwegs verbrauchen und immer wieder nachkaufen wollen, alles soll möglichst lange halten. Eine oft bei Leichtgewichts-Wanderern gefundene Blog-Artikel-Kategorie in Bezug auf Ausrüstung und Bekleidung lautet “What breaks when?” oder “Was geht wann kaputt?” – was natürlich interessant ist, wenn man bei den verwendeten Materialien die Grenzen des Machbaren in Bezug auf Gewicht ausloten möchte – aber so etwas soll und wird es bei uns nicht geben.

Im Folgenden möchte ich ein wenig auf die von uns ausgewählte Ausrüstung eingehen und kurz erläutern, warum wir dieses oder jenes ausgewählt haben, dabei spielt dann natürlich auch ein gewisser persönlicher Komfort auf Langtur eine Rolle für uns, wir sind beide eher komfortabel unterwegs und wollen uns dabei nach Möglichkeit auch nicht einschränken. Bisher hat dieser Weg für uns stets hervorragend funktioniert und ist unsere ganz persönliche Herangehensweise. Und das Wichtigste am Ende ist doch, dass man losläuft und Spaß hat, und nicht aus allem eine Raktenwissenschaft macht!

Disclaimer: Wir werden auf dieser Wanderung von meinen langjährigen Partnern mit Bekleidung und Ausrüstung unterstützt. Diese Bekleidung und Ausrüstung können wir dabei komplett frei wählen, es gibt keinerlei Vorgaben seitens der Partner, was wir benutzen sollen. Die Bekleidung und Ausrüstung, die wir nutzen, würden wir zweifellos auch ohne eine offizielle Verbindung zu den einzelnen Marken genau so auswählen und kaufen!

Das Zelt: Wir haben uns für ein leichtes, aber dennoch komfortables Tunnelzelt entschieden, dem Lofoten Superlight 3 Camp von Helsport. Mit der großen Apsis haben wir viel Platz, um unser Gepäck sicher und gut geschützt vor Wind und Wetter zu verstauen. Zudem bietet die geräumige Apsis die Möglichkeit, darin bei Schietwetter zu kochen (Dabei muss man zwingend auf eine gute Belüftung achten, da ansonsten Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid besteht!).

Alle Helsport Zelte verfügen über drei Lüfter, sodass stets eine gute Belüftung gewährleistet ist. Das ist insbesondere wichtig, da die Seiten des Zeltes bis auf den Boden hinunter gezogen sind, damit es bei starkem Wind oder Sturm nicht durchs Zelt pfeift. Die Mesh-Flächen des Innenzeltes sind aus eben diesen Gründen auch verschließbar. Der Clou bei diesem Zelt ist zudem, dass man die Apsis bei Bedarf nahezu komplett öffnen kann, was insbesondere bei gutem Wetter eine wunderbare Sache ist. Und das alles bei einem sehr niedrigen Gewicht von nur 2,1 kg.

Der Kocher: Auf dieser Tour werden wir bis auf wenige Ausnahmen vermutlich meistens nur Wasser zum Kochen bringen, sodass hier eigentlich ein möglichst einfaches Modell reicht. Wir setzen hier allerdings auf einen Primetech Stove Set Systemkocher von Primus, bei dem alle Bestandteile extra aufeinander abgestimmt sind. Wir versprechen uns dadurch und dank des Topfes mit Wärmetauscher einen besonders niedrigen Gas-Verbrauch. Wichtig war für uns ein sicherer Stand, daher passt für uns dieses Modell sehr gut. Oft genug schon ist uns mit einem Aufschraubkocher der Topf mit heißem Wasser darin umgefallen, weil man zu zweit im Zelt herum hantiert hat und unaufmerksam war.

Zudem wollten wir einen Kocher mit Zuleitungsschlauch nutzen, da so bei kalten Temperaturen die Möglichkeit besteht, dass man die Gaskartusche problemlos umdrehen und den Kocher so mit Flüssiggas aus der Kartusche betreiben kann. Aufschraubkocher versagen bei niedrigen Temperaturen gerne mal den Dienst, da das Gas in der Kartusche dann nicht mehr gasförmig wird, um auszuströmen, der Siedepunkt vom Gas gleicht sich dann der Umgebungstemperatur an und nix geht mehr ohne kleinere oder größere Tricks.

Die Isomatte: Keine Experimente gibt es hier, wir setzen auf die Pro-Lite Plus von Therm-a-Rest. Alle Gedanken hin in Richtung mehr Komfort werden durch die Zuverlässigkeit und einfache Handhabung egalisiert. Auf allen meinen Touren in Norwegen habe ich meine Matte schon benutzt, bisher keinerlei Probleme! Und das bei mittlerweile weit über 250 Tagen Nutzung Sommers wie Winters. Und wenn mal ein kleines Loch drin sein sollte, einfach Seam Grip und einen Flicken drauf, weiter geht’s!

Die Schuhe: Hier setzen wir auf leichtere, aber dennoch stabile Wanderstiefel. Ich bin bisher von den Alfa Orre auf allen Touren einfach nur begeistert – sie sind für mich unglaublich bequem und leicht, und dank des Mikrofaser-Materials auch sehr pflegeleicht. „Leider“ hat Anni ziemlich große Füße und benötigt Schuhgröße UK 9, sodass hier die Auswahl an Damen-Modellen sehr eingeschränkt ist. Von Hanwag gibt es den bewährten Klassiker Tatra nun auch in einer Light Version in dieser Damen-Größe, schauen wir mal, wie sich dieses Modell schlagen wird.

Bekleidung: Das wohl individuellste Thema ist natürlich die Bekleidung. Wie viel benötige ich, um mich wohlzufühlen? Wie schnell friere ich und muss ich wirklich alle möglichen Temperaturen und Wetterlagen abdecken? Oder kann ich durch geschicktes Kombinieren möglichst flexibel reagieren? Wir haben da über viele, viele Tage auf Tour in Skandinavien für uns herausgefunden, was wir benötigen und mögen und was nicht. Von daher möchte ich nur auf einen Aspekt eingehen: Die Daunenjacken in unserer Packliste. Wir haben uns das ein wenig bei den Skandinaviern abgeschaut, die das oft genau so praktizieren. Wenn man Abends sein Camp aufschlägt, kühlt man oft gerade beim Zeltaufbau oder auch tagsüber in den Pausen recht schnell wieder aus. Daher ist es dann sehr praktisch, wenn man nicht erst seinen kompletten Rucksack auspacken muss, um sich verschiedene Schichten von T-Shirts, Pullovern und Jacken überzuziehen, sondern einfach die warme Jacke anziehen kann – fertig!

Technik: Auch hier ist es schwer Empfehlungen zu geben, was nötig ist und was nicht. Aber definitiv gehören ein Notfallsender und ein GPS-Gerät in mein Gepäck, da gibt es bei mir keinerlei Diskussionen. Das Thema Notfallvorsorge haben wir ja schon weiter oben angesprochen, das ist für mich einfach selbstverständlich. Ales andere ist ganz sicher diskutabel und hängt stark von den eigenen Vorlieben ab. Eine der Änderungen zu vergangenen Touren ist dabei ganz sicher der Umstieg auf eine leichtere Systemkamera, in dem Fall von Fuji bzw. von Sony. Für unsere Anforderungen sind die Kameras ideal, sie sind kompakt und relativ leicht bei hoher Bildqualität, perfekt also auch für längere Touren!

»Hier findet ihr unsere Norge på langs 2018 Packliste«

Wieder einmal stehe ich vor dem großen Regal mit meiner Ausrüstung. Schon bald geht es los nach Lappland in den Sarek, ein Fjellgebiet ohne große Infrastruktur. Es gibt dort keine Schutzhütten im klassischen Sinne, man muss unterwegs bis zu zwei Wochen im Zelt schlafen. Dementsprechend wichtig ist auf einer solchen Tour dann die Ausrüstung und die Bekleidung, schließlich schützt diese einen 24 Stunden lang am Tag vor dem Wetter, mitunter bei tiefen Minusgerade und eiskaltem Wind.

Nach den zurückliegenden Wintertouren kristallisiert sich dabei bei mir immer mehr eine Art Grundpackliste heraus, die perfekt meinen Ansprüchen auf einer Wintertour mit Ski und Pulkaschlitten genügt.

Klar dabei ist, dass dies meine Packliste ist. Auf der Tour im Sarek hat sich dank der Gruppe von insgesamt neun Leuten wieder einmal gezeigt, wie verschieden die Bedürfnisse dabei sein können. Für mich aber hat sich die Liste, die nun folgt, bestens bewährt

Was lässt sich am besten kombinieren?

Der Fokus bei den Klamotten liegt dabei darauf, möglichst viele Kleidungsstücke flexibel kombinieren zu können. Grundsätzlich habe ich herausgefunden, dass ich im Winter eher wenig friere und bei der kleinsten Anstrengung anfange, stark zu schwitzen. Eigentlich ist es im Winter ein „No-Go“ stark zu schwitzen, so der allgemeine Hinweis, den man oft als erstes liest, wenn es um Bekleidung im Winter geht – keine guten Voraussetzungen also.

Der Ratschlag mit dem Schwitzen ist auch vollkommen richtig, denn nass geschwitzte Klamotten fühlen sich am Körper bei kalten Temperaturen nicht nur höchst unangenehm an, sie ziehen einem auch die Wäre aus dem Körper.

Also muss ich stets besonders gut aufpassen, dass ich entsprechend luftig bekleidet bin, ohne zu schnell auszukühlen, dann komme ich auch ganz gut zurecht und der Schweiß wird schnell vom Körper wegtransportiert. Geht es zum Bespiel wie nun im Sarek einmal mit der Pulka einen steilen Anstieg mit 140 Höhenmetern hinauf, muss ich einfach vorher überlegen, was ich dabei an Bekleidung tragen will, damit ich am Ende des Anstiegs nicht im eigenen Saft geschmort dastehen möchte.

Als ideal hat sich daher für mich herausgestellt, dass ich im Winter oft nur ein sogenanntes „Netzhemd“ von Aclima aus Kunstfaser und darüber ein Longsleeve mit hohem Kragen aus Merinowolle von Woolpower trage. Das Kunstfaserhemd sorgt dabei immer für ein angenehmes Gefühl auf der Haut.

Hört sich nach Werbung an, ist es aber nicht, denn es funktioniert einfach überzeugend gut. Und auch fängt die Kunstfaser im Winter nicht an zu stinken, was an den kalten Temperaturen liegt. Ich hatte sowohl Kunstfasershirt als auch Longsleeve insgesamt 13 Tage am Stück ohne zu wechseln an, es müffelt höchstens leicht, für mich die ideale erste Schicht.

Je nach Wind und Wetter kombiniere ich das dann mit einer Softshell-Weste oder Hardshelljacke von Bergans. Mehr habe ich auch bei tiefen Temperaturen am Oberkörper nicht an, Mütze und Handschuhe einmal ausgenommen.

Was Beine und Schuhe angeht, da kombiniere ich im Skischuh 200er und 600er Socken von Woolpower mit einem VBL Liner von Exped. Eine knielange Unterhose und eine Softshellhose wie die Osatind Pant von Bergans darüber reichen mir dazu.

Sollte das Wetter einmal richtig garstig sein, kommen dann noch eine dünne lange Unterhose und eine Hardshellhose zum Einsatz. Das wenigste im Rucksack und der Pulka sind dementsprechend Klamotten, die übrige Ausrüstung dagegen nimmt weitaus mehr Platz ein.

Meine Daunenjacke habe ich immer im Rucksack, sodass sie stets schnell griffbereit ist und ich sie in den Pausen oder beim Lagerbau einfach schnell überwerfen kann.

Keine Experimente – keine Angst vor tiefen Temperaturen

Am Abend haben sich eine Daunenhose zusammen mit einer langen Unterhose sowie drei Paar dicker Socken zusammen mit Daunenbooties und Überschuhen bewährt. Man sollte dabei darauf achten, dass die Überschuhe mit einer richtig dicken Lage EVA als Innensohle versehen sind, dies hilft enorm, um am Fuß nicht zu frieren. Ich persönlich ziehe Abend auch immer die Linersocken sowie den VBL Socken aus, und trockne beides in einer Hosentasche am Körper, so sind die Füße immer schön schnell warm. Obenrum ziehe ich einfach zwei 400er Woolpower Teile an, Jacke und Weste, darüber die Daunenjacke. So bin ich auch bei den anhaltend kalten Temperaturen auf der hiesigen Wintertour mit bis zu minus 27° C im Zelt am Abend gut ausgekommen. Und wir hatten diese Temperaturen beinahe jeden Abend.

Was die übrige Ausrüstung angeht, da kann ich jedem nur raten, auf hochwertiges Equipment zu setzen. Am besten Dinge, die sich auch auf anderen Wintertouren von anderen Leuten schon bestens bewährt haben. Der Winter ist definitiv nicht die richtige Zeit, um Experimente einzugehen oder auf besonders leichte Ausrüstung zu setzen. Als Beispiel nenne ich dabei einmal die Schneeschaufel, bei der man nur auf das beste Material zurückgreifen sollte. Weder Plastik noch Ultralight haben dort etwas zu suchen. Und selbst Schaufeln namhafter Hersteller versagen schnell, wenn sie mit einer eisigen Regenschicht im Schnee oder betonhartem Schnee konfrontiert werden.

Qualität zeigt sich schnell im Winter

Also informiert euch, lest Testberichte und hört euch bei erfahrenen Wintertourengehern um, es wird sich lohnen und ihr werdet auch auf fordernden Wintertouren Spaß haben und sicher unterwegs sein!

Hier ist also mein Packliste mit allen Dingen, die ich im Sarek mit dabei hatte!

Getragene Kleidung
UnterhoseWoolpowerBoxer X-Long M’s Lite
T-ShirtAclimaCoolnet Crew Neck
LongsleeveWoolpowerZip Turtleneck Lite
SockenWoolpowerSocke 200
SockenWoolpowerSocke 600 Kniehoch
VBL SockenExpedVBL Socks
StiefelAlfaQuest Advance
GamaschenBergansGaiter Zipper Dermizax
SoftshellhoseBergansOsatind Pant
HardshelljackeBergansStoren Jacket
MützeBergansKuling Beanie
SchlauchtuchBergansFjellrapp Neck Gaiter
HandschuheArcteryxRivet Glove
Ski und Pulka
PulkaAcapulkaScandic Tour 120
ZugseilNo NameReepschnur, Karabiner, Schäkel
ZuggurtAcapulkaExpedition
KarabinerEdelriddiverse
PulkabremseNo Name1,5 m Statikseil
SkiFischerE99 210 cm
BindungRottefellaBack Country Magnum
SkistöckeSwixMountain Premium Alu
SteigfelleContourGuide Backcountry
LawinenschaufelVoileTele Pro
Im Rucksack
RucksackBergansRondane 38 l
RegenhülleBergansRain Cover Medium
SkibrilleJulboUniverse Zebra inkl. Clip in Sehstärke
SonnenbrilleAdidasTerrex Swift
NotfallsenderSpotGen3 Satelliten GPS Messenger
KompassRectaMarschkompass DS 50 G
StirnlampePetzl Tikka XP
PacksackNo Namefür Handschuhe und Mützen
BalaclavaWoolpowerBalaclava 200
BalaclavaWoolpowerBalaclava 400
MützeBergansTine Beanie
WachsContourFellwachs
WasserflascheBergansLexan 1.0 l
WasserflascheHumangearCapCap
SonstigesSchlüsselDNT-Universalschlüssel
SonstigesThermometerKühlschrankthermometer
DaunenjackeBergansMemurutind Down Jacket
HandschuheSwixSplitt Mitts Mens
HandschuheHestraArmy Leather GTX 5 Fingers
LandkarteCalazoSarek & Padjelanta 1:50.000
Unterkunft & Schlafen
ZeltHelsportSpitsbergen Extrem 3 Camp
HeringeSwiss PiranhaSnow and Sand Anchor
HeringeHelsportSchneeheringe 31 cm
InlettCocconTravel Sheet
VBL - InlettExpedVBL Linerbag UL
SchlafsackHelsportPolheim
PacksackSea to SummiteVent Compression Dry Sack
MatteTherm-a-RestProlite Plus Regular
MatteHelsportSchaumstoffmatte Trek
PackriemenBergfreundeSpannriemen
SitzkissenTherm-a-RestZ-Seat
Packtaschen
PacksackKiwiEinkaufsbeutel
PacksackExpeddiverse
PacksackSea to Summitdiverse
PacksackZip-Lockdiverse
PacksackGefrierbeuteldiverse
Kleidung
UnterhoseWoolpowerBoxer Briefs Lite
UnterhoseWoolpowerBoxer X-Long M’s Lite
Unterhose langWoolpowerLong Johns M’s Lite
WesteWoolpowerVest 400
StrickjackeWoolpowerFull Zip Jacket 400
ReisehoseBergansUtne Pant
T-ShirtBergansRetro Tee
SockenWoolpowerSocke 400
SockenWoolpowerSocke 200
SockenWoolpowerSocke 600 Kniehoch
HardshellhoseBergansHafslo Pants
SoftshelljackeBergansNordmarka Anorakk
DaunenbootsExpedDown Booty WB (Überschuh)
DaunenbootsRABExpedtion Modular Boots (Innenschuh)
DaunenhoseWestern MountaineeringFlash Pants
HandschuheHestraMulti Active
HandschuheRöcklReineck
HandschuheBergans Down Mitten
HandschuheBergansFinse Mitten
HandschuheWoolpowerFäustlinge 400
Ersatzschuhe
LaufschuheAdidasTerrex Agravic
Kochen
KochbeutelSea to SummitToiletry Bag
BesteckPrimusLeisure Cutlery Titanium Löffel
BesteckEdelridTitan Spoon
ThermoskannePrimusVacuum Bottle 1.0 l
ThermoskannePrimusVacuum Bottle 1.0 l
ThermobecherSnow Peak Titanium Double Wall Mug 450
MüslischaleAkita
KocherOptimusPolaris
KocherOptimusTopf
PutzlappenNo Name
TaschenmesserVictorinoxClassic Mini
MultitoolLeathermanWingman
FeuerzeugNo
FeuerstahlPrimusIgnition Steel
StreichhölzerNo Name
Kultur
KulturbeutelTatonkaDodger Bag inkl. Toilettenartikel
HandtuchCocoonTerry Towel Untralight XL
SonnenschutzMawaiiWinterCare Face SPF 30
HandcremeMawaiiWinterCare HandCare
LippenschutzMawaiiWinterCare Lips SPF 20
DiversesDiverseZahnbürste, Zahnpasta, Outdoor Seife, Deo
Sonstiges
PacksackExpedfür Toilettenpapier
ToilettenpapierDiscounterrecycelt
PacksackSea-to-Summitfür Erste Hilfe Set
MedizinErste Hilfe Setdiverses
ZeltlaterneBlack DiamondOrbit
GrillanzünderNo Name
ReepschnurNo Name
ReparaturNo NameReparaturset (Nadel, Faden, Flicken, Seam Grip, Kabelbinder, Schlüsselring, Steckschließe)
PowerbankXtormPower Bank Air 6000
MP3 PlayerAppleIpod Classic
MP3 PlayerAppleApple Dock Connector USB Kabel
MP3 PlayerAppleApple Earphones
LautsprecherRaikkoMinilautsprecher
SchutzhülleSea-to-SummitNeopren Pouch
HandySamsungS3 neo
SchutzhüllePulsarplusTPU Hülle
HandySamsungUSB Netzadapter
HandySamsungUSB Ladekabel
NotizenNo NameKugelschreiber
NotizenNo NameNotizbuch
PortmonetTatonka
Foto
FototascheLoweProToploader Zoom
KamerabodyFujiXT-1
ObjektivFujiObjektiv 18 - 55 mm
AkkuFuji9x Ersatzakku für XT-1
Speicherkartendiverse8 / 16 GB
SonstigesNo NamePutztuch

 

Oft kamen Fragen danach, jetzt habe ich die Packliste für unsere Norge på langs Wintertour zusammengeschrieben. Unglaublich viele Dinge müssen auf einer Wintertour im skandinavischen Fjell mit dabei sein. materialschlachteins1 Gegenüber dem Sommer ist eine Tour im Gebirge im Winter die reinste Materialschlacht. Zur Sicherheit wandern viele Dinge doppelt mit in den Schlitten, so zum Beispiel der Kocher. Auch nimmt man oft zusätzliche Ersatzteile wie ein komplettes Ersatzgestänge für das Zelt oder eine zweite Benzinpumpe für den Kocher mit, die Sicherheit geht vor.

Hier geht es zur Packliste für unsere Norge på langs 2015 Wintertour

Ich möchte betonen, dass dies unsere ganz persönliche Packliste ist. Wir haben sie mit Bedacht und entsprechend unseren Anforderungen zusammengestellt. Sie kann dabei aber lediglich als Ideenquelle dienen, da jeder im Winter seinen eigenen Stil finden sollte und muss.

Der eine schwört auf den Jahrzehnte alten und bewährten Petroleumkocher, der andere verzichtet vielleicht auf ein zusätzliches paar Handschuhe, die ihm aus der Erfahrung heraus zuviel oder überflüssig erscheinen.

Erfahrung ist das Wichtigste im Winter, deshalb möchte ich allen noch einmal dringend die Sicherheitsregeln des norwegischen Wanderverbandes DNT ans Herz legen.

Auch die Broschüre, die der DNT zur Sicherheit in den norwegsichen Bergen herausgibt, ist eine gute Lektüre, um sich auf eine Tour in der wunderbaren Winterwelt Norwegens vorzubereiten und sich dessen bewußt zu machen, was einen dort erwartet.

Fjellvettreglene

1. Mache keine lange Tour ohne Training bzw. gute Vorbereitung.

2. Sage anderen, wohin Du gehst.

3. Zeige Respekt vor dem Wetter und beachte die Wettervorhersage.

4. Sei gegen schlechtes und kaltes Wetter gewappnet, selbst auf kurzen Touren. Gehe nie ohne Rucksack und der in den Bergen notwendigen Ausrüstung los.

5. Höre auf den Rat erfahrener Wanderer.

6. Gebrauche Karte und Kompass.

7. Gehe nicht allein los.

8. Kehre rechtzeitig um – umzukehren ist keine Schande.

9. Schone Deine Kräfte und grabe Dich rechtzeitig im Schnee ein, wenn es nötig ist.materialschlachtzwei