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Simon

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Bin jetzt in Fjällnäs / Schweden und habe auf dem Camping ein Zimmer. Null Wartezeit an der Grenze vorhin. Dafür aber echt heftiger Wind, hat mich in der Schutzhütte gestern auf 1290moh in der Nacht kaum zu Schlaf kommen lassen.

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Werde bis Montag hier auf das nächste Paket warten. Mal sehen was hier am Wochenende so geht 😉 Aber ich fürchte das wird nicht so viel sein…

Weiter geht’s! Von Vinstra aus über den Peer Gynt Sæterveg zum Aussichtsberg Krøkla. Auf 1100m gezeltet und dann abends gegen 22:00Uhr hoch auf den 1254m hohen Berg.

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Was soll ich sagen? Einen tolleren Sonnenuntergang hatte ich auf der Tour noch nicht! Einfach fantastisch!

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Danach dann blitzschnell bei bestem Wetter übers Vulufjellet gen Bjørnhollia. Das war ziemlich lang, hab mich etwas mit der Entfernung vertan. Und die Mücken da sind echt die Hölle.

Der nächste Tag war dann eher sehr reich an Höhenmetern. Über Straumbu bis nach Flatseter. Ab Straumbu ungefähr 800 Höhenmeter hoch. Bis auf 1500m bei strahlender Sonne! Ziemlich zermürbend, aber hei, läuft 😉

Gestern und heute dann reichlich Straße bis nach Tynset. Wer da immernoch tauschen mag…ich mag es definitiv gar nicht.

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Morgen geht’s dann Richtung Femunden. Ich hör die Mücken schon surren 🙁 Aber vorher noch hier im Pub am Bahnhof Pizza Buffet für 99NOK!

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Gerade kurz nach Dombås getrampt und mein Paket eingesammelt 😉 Danke an den Monteur auf dem Hinweg und Arne auf dem Rückweg, hoffe das mit der Aussaat des Spezialgrases auf dem Flughafen von Trondheim klappt nachher!

Vor allem aber Danke an Julia für das Paket! Das läuft super! Und dann zum Auspacken, alles am Start, was man so braucht:

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Ab Vinstra dann morgen weiter durch Rondane gen Femunden und Sylane!

Wer sich wundert, warum der SPOT so einen großen Sprung vermeldet, ich bin nicht alles bis hier hin gelaufen 😉 Nach den anstrengenden Tagen von Tyin aus, bin ich gestern von Skåbu aus die 27km nach Vinstra gelaufen und habe von dort aus den Zug nach Dombås genommen. Von dort aus hat mich ein netter Norweger mit nach Furuhaugli genommen. Hier besuche ich nun Melanie, wir kennen uns vom Norwegisch-Kurs in Dortmund aus. Sie arbeitet hier in diesem Sommer.

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Ich möchte hier gerne mal zwei Tage „Urlaub“ machen. Die letzten Tage waren doch echt anstrengend mit vielen Kilometern auf der Straße und auch die langen Etappen in Jotunheimen gingen nicht ganz spurlos an mir vorbei.

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Skarvheimen war sehr schön, nur die Materialverluste waren etwas nervig. Neben dem Zelt, dass ich ja verloren habe, grummel, ist auch noch ein Stock gebrochen. Ärgerlich, habe dann aber in Fondsbu einen vergessenen Stock als Ersatz geschenkt bekommen. Aber dafür war es schön in Iungdalshytta die Freiwilligen vom DNT zu treffen, die die Hütte für die Saison klar machen. Das Abendessen mit Lammleber und Elch war der Hammer. Auch der nächste Tag von dort aus dann gen Bjørdalsbu war einer der bisher schönsten. Riesige Schneefelder, tolle Ausblicke und bis hoch auf 1700m. Ein wirklich toller Tag.

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Über das Zelt habe ich ja ausführlich geschrieben, auch über Breistølen und wie hilfsbereit dort alle waren.

In Sulebu habe ich dann erst zum zweiten Mal Leute auf einer selbstbedienten Hütte getroffen. Zwei Angler kamen noch spät abends. War schön die Beiden zu treffen, wir hatten echt einen kurzweiligen Abend. Besonders die Einladung zu einem späten zweiten Abendessen gefiel mir gut. Selbstgeschossener Hirsch (aus der letzten Jagdsaison) in Rahmsoße mit frischem Gemüse war wirklich gut und nicht zu verachten 😉

Die Etappen von Fondsbu aus nach Bygdin waren nicht nur auf dem Papier mit etwas Respekt zu betrachten. Am ersten Tag nach Yksendalsbu standen viele Höhenmeter auf dem Programm, nach Bygdin dann waren es mehr Kilometer. Aber beides waren es trotz des nicht so guten Wetters schöne, aber anstrengende Etappen. Der anschließende Jotunheimsvegen hielt dann ungefähr 70km Straße und einige Fjellkilometer zur Hütte Oskampen bereit. Diese Hütte liegt echt toll mit einem super Ausblick gen Jotunheimen.

Nun also Pause, zwei oder drei Tage. Ich warte hier auch noch auf das zweite Paket mit neuen Landkarten und viel Schokolade. Das Laufen auf der Straße nervt mich bisher als Einziges echt gewaltig. Nicht die Entfernungen und auch die Blasen sind kein großes Thema mehr, aber die Fußsohlen fangen immer ab Kilometer zehn an zu schmerzen. Und das ist das Einzige, was mich daran wirklich stört. Aber egal, kein Grund zur Klage und es gibt momentan in meinen Augen keinen größeren Luxus, als das zu tun, was ich im Moment mache! Was ein großartiger Trip soweit! Und hier dazu ein paar Bilder für das Fernweh vom Sofa aus:

So, Bygdin heute also. Zelte direkt am Bootsanleger der Bitihorn, der Personenfähre auf dem Bygdin.

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Gestern und heute waren echt zäh. Bei ut.no werden die Strecken mit gut sechs und heute sieben Stunden und reichlich Höhenmetern angegeben (ohne Pausen, für Norweger mit Hüttengepäck). Dazu noch meist ohne Aussicht heute. Von “T“ zu “T“ gehangelt und durch die Wolken gestapft.

Morgen dann gen Vinstra. Allerdings gehen mir die Karten aus. Der Nachschub liegt noch in Fagernes bei Julia und vor dem 8. oder 9. komme ich da wohl nicht dran. Aber auch da wird sich eine Lösung finden 😉

So, kann weiter gehen, das neue Zelt ist am Start 😉 Der Finanzminister schmollt allerdings und spricht gerade kein Wort mehr mit mir.

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Zwar vergeblich heute versucht nach Øvre Årdal zu trampen, aber der Valdres-Ekspressen fuhr ja auch ab Tyinkrysset da hin. Also dort schnell zum sport1 Laden gelaufen und das neue Zelt in Empfang genommen.

Ich kann gar nicht genug Danke sagen für alles. Für die Hilfe beim Telefonieren, für Kaffee und Brote, für das tolle Frühstück, für die warme Dusche, den netten Aufenthalt und für die leckeren Waffeln!

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Mat med utsikt!

Einfach vielen lieben Dank an euch! Ich komme sehr gerne wieder!

Sitze gerade in Breistølen in der Stube, frisch geduscht und mit Kaffee! Eigentlich schön, eigentlich.

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Aber nichts ist schön. Der Zorn über meine eigene Doofheit ist noch lange, lange nicht verraucht.

Aber der Reihe nach. Erst zu dem was ich eigentlich schreiben wollte.

Gestern war einfach perfekt. Der tollste Tourtag bisher. Es fing an mit dem Aufenthalt in der Iungdalshytta. Habe im Schlafsaal genächtigt und das tolle Essen dort genossen. Die Hytte hatte zwar noch nicht auf, aber ich konnte mit den freiwilligen Helfern vom DNT, die die Hütte bereit für die Saison machen, zusammen essen. Und es war einfach sau lecker!

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Das Frühstück war ebenfalls spitze. Dann bei Wetter, bei dem man die Berge ringsherum auch sehen kann, los. Super Bedingungen, zwar ziemlich frisch und windig, aber manchmal halt auch kurz mit Sonne. Über viele große Schneefelder und viele ziemlich breite Bäche ohne Probleme hoch bis auf 1700m. Einfach ein perfekter Wandertag!

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Über riesige Altschneefelder dann etwas runter auf 1600m zur Bjørdalsbu-Hütte. Der See noch voller Eis und die Hütte richtig toll. Dazu noch ne Dose Ananas und ne Cola. Die stand abends einfach bei mir im Zimmer, ein nettes Geschenk von Mitwanderern in anderer Richtung, Vater und Sohn Karlsen. Das kommt davon, wenn man den ganzen Abend über Essen auf Tour redet 🙂

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So, und nun zu heute und dem wohl blödesten NPL Wanderer aller Zeiten. Ich könnte k****n!  Heute peim Packen fehlt ein ziemlich wichtiger Ausrüstungsgegenstand: DAS ZELT!

Ich habe keine Ahnung wann, wie oder wo, es ist einfach weg und ich sah heute ziemlich alt aus. Es muss sich gestern irgendwann unterwegs aus den vier! Gurten außen am Rucksack gelöst haben und ich Depp habe es bis heute Morgen nicht gemerkt! Bin noch heute Morgen ein Stück zurück gelaufen, es ist weg. Nun hängt ein Aushang in der Hütte und die Hütten drumherum wissen auch Bescheid. Wer es findet, würde mich freuen, es wieder zu sehen.

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Bin dann abgestiegen hierhin, bei schönen 0° und tollem Schneetreiben. Habe ziemlich viel Zeit heute damit verbracht, mich über mich selber zu ärgern, viele unflätige Worte zu murmeln und nachzudenken, ob ich nicht besser hätte zurück gehen sollen, mehr suchen sollen, wo es ist, ob die Tour jetzt zu Ende ist, wie auch immer, ich hab alles durch. Eine ziemlich teure Doofheit.

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Zum Glück hatte die Hütte hier HEUTE ihren ersten Saisontag und offen, sonst wäre ich ziemlich am Ar*** gewesen. Nach Ankunft hier hat mir die Wirtin hier sofort geholfen, herum zu telefonieren, tausend Dank. Tatsächlich scheint der sport1 Laden in Øvre Årdal das Zelt zu haben. Also morgen weiter gen Tyin und dann am Montag irgendwie dorthin und ein neues Zelt besorgen. Wer also am Montag in Tyin einen Typ mit rotem Bart an der Straße stehen sieht, ich würde gern nach Årdal. Drückt mir die Daumen!

Ich hoffe, irgendwann wird der Tag heute mal eine lustige Anekdote am Rande der Tour sein, ich hoffe es wirklich sehr. Denn ansonsten läuft es echt wie geschmiert 😉

P.S.: Bitte keine Ratschläge, kein Mitleid, kein gar nichts, es ist meine eigene blöde Doofheit!

So, endlich mal wieder ein Ruhetag. Sitze in Geilo in der Buecherei und kann einen PC benutzen. Viel ist seit Hovden passiert und viel Strecke hab ich hinter mir. Die Tage von Haukeli nach Rjukan ueber die Strasse waren ziemlich anstrengend. Neue Schuhe und von morgens bis abends nur Asphalt unter den Fuessen. Aber dafuer gab es genug Nachschub an Essen und Trinken, Tageshøchstwert an Cola: 2,5l auf gut 40km nach Skinnarbu. Preis von 24NOK fuer 1,5l im Spar bis zu 40NOK fuer 0,5l im Hotel von Skinnarbu. Man gønnt sich ja sonst nichts 🙂

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In Rauland habe ich noch etwas Ballast nach Hause geschickt, Gamaschen, Karten, Angelzeug. Etwas Gewicht zu sparen schadet ja nie.

In Rjukan dann war das Fjell wieder erreicht, die Nacht im Hostel mit der Kaffee- und Brotversorgung echt erholsam. Der Aufstieg ins Fjell ohne Seilbahn war etwas nervig, aber nach gut 90 Minuten waren die fast 500 Høhenmeter und 21 Serpentinen dann auch erledigt. Dafuer wurde es dann auch nur ein kurzer Tag bis zur Helberghytta.

Ueber die Vidda war es sehr kurzweilig. Die Wege gut, die Huetten noch alle leer. Nur in Kalhovd war ich der Erøffnungsgast zum Fruehstueck. Ansonsten nichts los, nur einen Menschen getroffen. Die eine fehlende Sommerbruecke von Mårbu aus war auch kein Problem, aber ich hab von anderen hier in Geilo die weiter im Westen der Vidda unterwegs waren, ganz anderes gehørt. Definitiv zu  frueh im Jahr fuer eine entspannte Tour. In Heinseter habe ich erst nach der Pause beim Losgehen gemerkt, dass sie den Raum mit den Biervorraeten nicht abgeschlossen hatten, nicht auszudenken was passiert wære, wenn ich das eher gesehen hætte 😉 Aber ich wollte ja eh noch bis Tuva laufen…

Gestern dann nach Geilo, gegen 15:00 Uhr war ich im Vandrarhjem. Vorher noch kurz eingekauft und nachgesehen, ob es hier Pepe`s Pizza gibt. Gibt es. Da werde ich mich gleich mal mit zwei anderen Fjellwanderern aus Deutschland an das all-you-can-eat Buffet begeben. Die Beiden waren weiter westlich in der Vidda unterwegs, mit echt viel Gepaeck und ohne Sommerbruecken. Chapeau!

Ach ja, ich glaube ich brauche neue Aufnaeher fuer meinen Rucksack: Coca-Cola und Eldorado Dosen-Annanas – ich sag nur: En smak av verden!

 

So macht das Spaß: Sonnenschein, gute Wege und beim Planen Polarbrød mit Brunost, Kaffee und im Kühlschrank eine Cola.

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Gestern den Weg an der Krossoban in Rjukan hochgelaufen, in 90 Minuten waren die knapp 500HM erledigt. Bahnfahren gilt halt nicht 😉 Dann weiter zur Helberghytta.

Der Namensgeber, Claus Helberg, hat viel erlebt und ist ein  beeindruckender Mann, Stichwort “Schweres Wasser“ und viele Verdienste rund um den DNT.

Heute nach Kalhovd und morgen dann gen Mårbu. Es geht nordwärts. Mal sehen, wie es weiter geht, vermutlich über Rauhellern weiter nach Norden. Ob es mich über Geilo führt, mal sehen.

So, nach über zehn Meilen auf der Straße, gestern allein vier Meilen, sitze ich jetzt in Rjukan vor dem Gjestegård und die Leute sind wieder unfassbar nett zu mir! Vielen Dank für die leckeren Brote und den Kaffee hier im Hostel!

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Morgen geht es wieder in die Berge gen Geilo – ich freu mich drauf!

Tada, das erste Paket ist da! Tausend Dank, Julia! Hat alles super geklappt. Um neun los, die 25km nach Haukeli gelaufen, pünktlich um halb drei da, kurz ne Cola im Joker geschnappt und dann ungeplant den Haukeli-Ekspress um viertel vor drei bekommen 😉

Jetzt in Haukeliseter hab ich mein erstes Paket bekommen. Wie Weihnachten und sogar mit Post aus dem Dovre-Fjell!

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Werd jetzt mal ein wenig um- und aussortieren, ein paar Karten und Dinge brauche ich jetzt nicht mehr!

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Vor allem auf die neuen Schuhe bin ich gespannt, das alte Paar fällt bald auseinander.

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Ach ja, Glück im Unglück, hier ist das ganze WE Haukeliseterfestivalen mit Musik usw.

Die Entscheidung nicht durch die Berge hierher zu gehen war 100%ig richtig, hier herum liegt noch mächtig viel Schnee!

Morgen dann ab Haukeli gen Rjukan!

Tja, was soll ich sagen, habe es Richtung Sloaros über die Berge probiert, aber auf 1100m haben mir die Schneefelder gezeigt, das mit dem Kopf durch die Wand nichts geht. Zumindest nichts, das ich kalkulieren kann oder riskieren möchte.

Von daher, Planänderung, Straße nach Haukeligrend laufen, Bus oder Trampen nach Haukeliseter und zurück und dann ab Richtung Rjukan. War ein Versuch wert 😉

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